4-7 x am Tag
Ja, ihr habt die Überschrift richtig gelesen … 4-7 x am Tag … und das Tag für Tag und Woche für Woche. Quasi das ganze Jahr über. Das ist eigentlich nicht die Norm und wird auch nicht empfohlen, aber bei uns ist das eben so.
Es gibt viele die es nur 2 x machen … und dann auch noch „schnell schnell“. Andere wiederum halten sich an die Empfehlung: 3 x ordentlich und 2 x ein Quickie sozusagen.
Es variiert eben. Hängt immer davon ab wie die Nacht und vor allem der Morgen verläuft bzw. was am Wochenende am Vormittag so passiert.
Ich rede hier selbstverständlich vom „Mahlzeiten zu sich nehmen“.
Inspiriert vom Artikel „Positive Essgewohnheiten entstehen in der Kindheit“ von Kat vom joomBee Blog machte ich mir mal so ein paar Gedanken wie es bei uns so abläuft … insbesondere in Bezug auf unsere Kleine.
Bezüglich des „Was“ brauchen wir uns glücklicherweise keine großen Gedanken zu machen. Zugegebener Maßen ist Xenia bei Obst in Bezug auf Vielfältigkeit noch etwas zurückhaltend, aber das was sie mag, isst sie gerne und, wenn vorhanden, auch in entsprechender Menge.
Bezüglich des „Wie viel“ funktioniert auch alles so, wie es sein soll … ist sie satt dann ist sie satt.
Obwohl … wenn ich mal etwas darüber nachdenke stimmt das nicht 100%tig. Es gibt schon Situationen wo sie augenscheinlich satt ist, wird ihr aber etwas Besonderes angeboten greift sie dennoch zu.
Bspw. beim Abendbrot. Da kann sie satt sein wie sie will … die Frage nach Joghurt oder Fruchtquark bejaht sie aber immer. Sie isst zugeben dann aber auch nicht immer alles auf und die Portionen sind ja auch nur Kinderportionen.
Bezüglich des „Wie oft“ gibt es bei uns aber schon ständig Situationen die der allgemeinen und schon angesprochenen Empfehlung von 5 Mahlzeiten widersprechen.
Ich will das mal anhand eines Kindergartentages darstellen.
Xenia wird von uns zwischen halb und um 8 in den KiGa gebracht. Frühstück findet dort um 8 statt, so dass Xenia im KiGa frühstücken kann.
Mittagessen wird da aber bereits um 11:00 Uhr serviert … einfach, damit die Kinder spätestens um 12:00 Uhr zum Mittagschlaf im Bett sind.
Der Zeitabstand zwischen Frühstück und Mittag ist ja eigentlich so in Ordnung, allerdings gibt es dazwischen die berühmte Obstpause. Das bedeutet, das die Kinder vormittags im Abstand von 1 ½ Stunden 3 Mahlzeiten zu sich nehmen.
Nach dem ca. 2stündigen Mittagsschlaf … also gegen 14:00 Uhr … ist Vesper angesagt. Oftmals etwas später, aber nicht sehr viel. Das heißt spätestens 15:00 Uhr sind bereits 4 der 5 Mahlzeiten im wahrsten Sinne des Wortes gegessen.
Bei uns gibt es für gewöhnlich um 18:00 Uhr rum Abendbrot … also 3 Stunden später … ein super Zeitabstand.
Allerdings zeigt sich, dass dies für unsere Kleine manchmal zu lang ist. Nicht nur das sie ja im KiGa an einen 1 ½ Stundenrhythmus gewöhnt wird, sie isst ja auch bei jeder Mahlzeit entsprechend viel / wenig, je nach dem wie satt sie noch ist.
So ist es bei uns (Un)sitte eine weitere Zwischenmahlzeit einzuführen. Das kann Obst (oder auch Obstmus) sein und manchmal (ja, ich gebe es ja zu) auch Gummibärchen oder Kekse (bezüglich Süßigkeiten werde ich mal einen anderen Artikel verfassen). Man merkt an ihrem Verhalten wie es abends ist, wenn sie diese Zwischenmahlzeit nicht bekommen hat … denn dann ist sie besonders anhänglich und weinerlich. Noch sagt sie ja nicht „Ich habe Hunger“.
Das heißt, wir sind dann schon bei insgesamt 6 Mahlzeiten pro Tag. Und wie kommt die 7te zustande? Es passiert sehr oft, das Xenia schon sehr früh ausgeschlafen hat … und mit früh meine ich zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr … also 2-3 Stunden vor dem KiGa Frühstück. Und auch hier zeigt sich an ihrem Verhalten das sie dann ein kleines Vorfrühstück benötigt.
Und schon sind Ruckzuck 7 Mahlzeiten zustande gekommen.
Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage wie es dann mal zu „nur“ 4 Mahlzeiten kommen kann.
Ganz einfach: das passiert nur am Wochenende. Hier versuchen wir es zeitlich so einzuteilen, dass es 5 Mahlzeiten werden. Gefrühstückt wird direkt nach dem Aufstehen. Mittag gibt es gegen 12:00 Uhr und dazwischen eine Obstpause. Vesper machen wir dann irgendwann nach dem Mittagsschlaf und dann bleibt ja nur noch Abendbrot. Alles so verteilt wie möglich.
Sind wir aber vormittags alle unterwegs, hat Xenia mal länger geschlafen und wir sind erst mittags zurück, dann fällt die Obstpause auch schon mal aus.
Einen richtigen Rhythmus und eine Gleichmäßigkeit gibt es also bei uns nicht. Muss es aber auch nicht. Wir kommen alle damit klar und unsere Kleine isst ja sowieso nur so viel bis sie satt ist. Danach tobt sie sich die Kalorien wieder runter





