Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Unterwegs’

Zombie Flashmob … wir waren da

1. September 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Ein TV-Bericht von vor ein paar Jahren hatte mich auf „Flashmobs“ aufmerksam und neugierig gemacht. Die vielen im Internet existierenden Videoschnipsel haben richtiges Interesse hervorgerufen. Die zum Teil genialen Ideen finde ich einfach super.

Solch einen Flashmob wollte ich gerne mal live erleben. Da kam der Zombie Flashmob, letzten Samstag in Berlin am Potsdamer Platz, ganz gelegen.
In meinem Kopf formierte sich eine entsprechende Vorstellung, wie dieser Mob aussehen würde … und genau mit diesen Vorstellungen bin ich dann am Samstag auch dahin.

So einen Flashmob über das Internet zu organisieren ist sicher nicht einfach. Den Aufruf ins Netz zu stellen zwar schon, aber das entsprechend Public zu machen um eine große Anzahl ein potentiellen Teilnehmern zu erreichen ist schon eine eher schwierige Aufgabe.
Dann noch eine Choreographie einzustudieren, stelle ich mir auch nicht einfach vor.
Eine Firma zu finden, die mit Materialien (hier Blutkapseln) das Event unterstützt, muss auch erst mal gefunden werden.

Insofern habe ich vor den „Machern“ und Teilnehmern großen Respekt.

Dennoch bin ich mit dem Gedanken „dafür bin ich jetzt hier her gefahren?“ wieder gegangen. Im Internet liest man durchaus Artikel von begeisterten Mitmenschen und Applaus gab es letztendlich von vielen ja auch, ich war aber enttäuscht.

Wie gesagt, ich habe Respekt vor den Teilnehmern und möchte hiermit keinem auf den Schlips treten … das sind allein meine Empfindungen.

Ich kann ja mal ein wenig beschreiben wie der gesamte Nachmittag so war:

Da ich ungern alleine unterwegs bin habe ich meine Frau und meine Kleine mitgeschleppt.
Gerade in Bezug auf Xenia wollte ich das aufgrund der Thematik ursprünglich ja nicht, allerdings gab es im Vorfeld Überlegungen die uns dann doch dazu brachten sie mitzunehmen:
Zum einen fand dieser Flashmob am helllichten Tage auf einem öffentlichen Platz statt. Die Wahrscheinlichkeit das dort auch andere kleine Kinder da sind, war groß. Zudem würden die Darsteller ja nicht Zombietypisch irgendjemanden in den Arm oder ins Bein beißen und Fleisch herausreißen.
Einzig das schreiende Mädchen, welches Bestandteil des Flashmobs sein sollte, hätte etwas Angst machen können … aber da hätte meine Frau mit unserer Kleinen auch schnell verschwinden können … das Gelände des Potsdamer Platzes bietet hier ja genug Möglichkeiten.

Also sind wir hingefahren.

15:30 Uhr war Treff der Teilnehmer, 16:00 Uhr sollte es losgehen. Knapp 15:45 sind wir angekommen … und mussten schon grinsen als wir die Meute an ihrem Treffpunkt gesehen hatten.

Ich wollte das Event filmen und hatte extra die Kamera dabei. Aber was passierte frei nach Murphy? Richtig! Die Kamera meinte nicht filmen zu wollen.
Display aufgeklappt, Kamera eingeschaltet, kurz ein Bild gesehen und dann stand da etwas von (in Englisch) „Drücke bitte den RESET Knopf“.

Öhmm … wo ist denn bitte hier der RESET Knopf? Hier geschaut, da geschaut, diverse Klappen und Blenden, die normalerweise die Anschlüsse schützen sollten, abgemacht … es war aber kein RESET Knopf zu finden.

OK, Kamera aus und wieder an … selbes Spiel … RESET Knopf soll gedrückt werden.
Noch mal nachgeschaut … und RESET Knopf endlich entdeckt … wobei das kein Knopf war, sondern mehr ein Loch, in dem man einen spitzen Gegenstand stecken muß. Hatten wir aber nichts dergleichen bei.
Also ein paar Touristen angesprochen … und tatsächlich, man konnte uns helfen! RESET betätigt, Kamera geht aus … geht an … zeigt ein Bild … und wieder die „RESET Knopf drücken“ Meldung.

Kamera aus … ein … nochmaliger Versuch … selbes Ergebnis.

Half alles nichts, die Kamera wollte einfach nicht. Selbst ein Akkuwechsel brachte nichts. Und die Kassette (wir haben eine MiniDV Kamera) lies sich gar nicht erst wechseln. Die Auswurfmechanik summte nur vor sich hin, machte aber nichts weiter. Vermutlich stimmte mit dieser Mechanik was nicht, weshalb die Kamera vermutlich auch die Aufnahme verweigerte.

Also ohne filmen.

Auf dem Potsdamer Platz standen 2 große Musikboxen und ein paar Zombies daneben … das versprach eine ordentliche Musikuntermahlung, die es ja ohnehin dazu geben sollte. Geplant war zudem eine Choreographie zu Michael Jacksons „Thriller“.

Wir hatten uns auf dem Platz positioniert und warteten. In knapp 10 Minuten sollte es losgehen.
Die Grünen hatten an dem Tag auf dem Platz auch noch eine kleine Bühne aufgebaut und versuchten ein wenig Wahlwerbung zu machen. Hat aber keinen Interessiert. Man sah schon dass etliche Leute nur wegen der Show da waren und warteten.

Ich hatte gerade getwittert dass es in 8 Minuten losgehen würde, als sich die ersten Zombies auf dem Platz hinlegten. Mein erster Gedanke „Oh, die wollen da 8 Minuten auf dem kalten Platz liegen. Nierenentzündung Hallo!“.

Sie lagen aber keinesfalls so lange, denn ein paar Sekunden später standen sie plötzlich auf und torkelten zu einem Ort. Vermutlich dem Ort, wo das Mädchen warten und dann los schreien sollte. Und tatsächlich … ein Aufschrei halte über den Platz. Und dann konnten wir das „Mädchen“ sehen.

Nun, es gibt ja (ältere) Mitmenschen, die junge Frauen durchaus auch noch als „Mädchen“ bezeichnen. Das war damit wohl gemeint, denn die Darstellerin war alles andere als ein Mädchen. Jung ja, Mädchen nein. War aber jetzt auch nicht tragisch … ein wirklich kleines Mädchen dazu zu bewegen mitzumachen wäre sicher eine schwierige Aufgabe gewesen.

Komisch war nur, dass die grusselige Musik fehlte. Probelauf? Nicht bei einem Flashmob!

Knapp eine Minute nach Beginn sah ich hinter der Zombiemeute Hände hoch gehen … und das sogar relativ rhythmisch. Wurde da etwa bereits die Choreographie aufgeführt?

Schnell mal hin: Tatsächlich, da tanzten ein paar Zombies … und mit ganz viel Konzentration konnte man auch ein Geräusch ausmachen, was hätte durchaus Musik sein können. Es war aber absolut nicht heraus zu hören ob es tatsächlich „Thriller“ von Michael Jackson war. Jedes neuere Handy hätte mehr krach gemacht.

Keine weitere Minute war dann das Spektakel auch schon vorbei … es war immer noch nicht 16:00 Uhr.

Das war enttäuschend. Keine Musik zu hören, die Choreographie war von unserem Standort schlecht zu erkennen da die restlichen Zombies einfach mal im Weg waren und zu kurz war das ganze Spektakel auch.

Und dann war da noch die Tatsache, dass es noch nicht 16:00 Uhr war.

Ihr fragt Euch sicher warum ich darauf so herumreite? Ganz einfach: Gerade als wir im Gehen begriffen waren tauchten noch andere Zombies auf, die dort mitmachen wollten. Alle hatten angenommen dass es, wie angekündigt, erst 16:00 Uhr losgeht. Noch mehr Leute wären sicher witziger gewesen … aber diese Zombies hatten einfach keine Chance bekommen mitzuwirken.

Letztendlich war es aber auch egal. Wo wir schon mal am Potsdamer Platz waren, waren wir auch gleich in einem italienischen Eiskaffee und haben lecker Eis gegessen. So was habe ich schon lange nicht mehr gehabt: nicht nur das Eis war lecker, auch die zu Blüten geschnitzten und in Massen vorgekommenen Früchte waren super lecker :lol:

Verwandte und ähnliche Artikel

Zombie Flashmob

27. August 2009 Schmidtie 3 Kommentare

Was ein Flashmob ist, werden die meisten sicher wissen, für die wenigen die diesen Begriff noch nicht kennen, zitiere ich mal die ein paar Sätze aus der Wikipedia:

Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), auch Blitzauflauf, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert

Einem Aufruf aus dem Internet folgend treffen sich die Teilnehmer an einem Ort, an dem sie weitere Instruktionen über den eigentlichen Aktionsort und Ablauf des Flashmobs bekommen. Typisch für Flashmobs sind die blitzartige Bildung des Mobs aus dem Nichts, das identische Handeln im Mob (z. B. applaudieren, telefonieren mit gleichen inhaltlichen Texten), und die abrupte Auflösung nach wenigen Minuten.

Im Internet findet man auch super witzige und coole Videos dazu, wie bspw.:

Heute lese ich im Blog von Tanis, das solch ein Event diesen Samstag am in Berlin am Potsdamer Platz und vorm Reichstag geplant ist. Und dazu ein besonderer: Ein ZOMBIE FLASHMOB.

Inhalt (direkt nachzulesen auf berlincitymobber.npage.de)

Es gibt 2 Gruppen von Zombies:

- Choreozombies (15 Leute, sind festgelegt)
- normale Zombies (so viele wie möglich, kann jeder mitmachen^^)

Wann? Samstag, 29.8.09, 16 Uhr
Wo? Potsdamer Platz und Reichstag

Also wir treffen uns zunächst alle gemeinsam etwa 15.30 Uhr am S-Bahnhof Potsdamer Platz (siehe Bild).
Dort können nochmal alle Unklarheiten beseitigt werden und wir können uns als Zombies zurechtmachen (Blutkapseln werden von Maskworld.com gestellt, sowie n paar Wunden etc, alles andere bitte selber mitbringen z.B. altes Shirt, Haarspray etc).
Dann verteilen wir uns am Potsdamer Platz.
„Das schreiende Mädchen“ positioniert sich zentral auf dem Platz.
Es folgt ein Pfiff, alle Leute sterben.
Die Musik geht an (ne schaurige Zombiemusik, siehe Soundtrack) und alle erwachen als Zombies wieder.
Taumelt zum Zentrum des Platzes immer in Richtung des Mädchens. Dieses wird anfangen zu kreischen sobald der erste Zombie sie berührt, wird panisch und läuft weg.
Zum Ende der Schauermusik bewegen sich nur die Choreozombies auf einen Punkt zu (vorher markiert) und bilden ihre Formation. „Thriller“ von Michael Jackson setzt ein und sie ziehen ihre Choreo durch, während DIE NORMALEN ZOMBIES WEITER DAS MÄDCHEN VERFOLGEN.
Mit Ende des Thrillerliedes sinken alle Zombies (sowohl Choreozombies als auch normale Zombies) zu Boden und das Mädchen rennt (unter Erklingen einer diabolischen Lache) schreiend davon.
Ist das Mädchen weg stehen alle ganz normal auf und gehen weg.

Ist die Aktion vorbei, laufen wir zum Reichstag (10min) und verteilen uns dort vor dem Reichstagsgebäude. Das Mädchen setzt sich auf die Stufen des Reichstags.
Es erfolgt wieder ein Pfiff und alle sterben. Die Musik geht an, alle erwachen als Zombies wieder…(siehe Ablauf vorher)

Ich überlege ganz stark da mal aufzutauchen. Ob als Zombie oder nur als Beobachter weiß ich aber noch nicht. Vor allem würde ich meine Frau ja gerne mitnehmen wollen … nur unsere Kleine sollte das nicht sehen und einen Babysitter haben wir gerade nicht parat. Mmmhh.

Verwandte und ähnliche Artikel

Erholungsheim III

17. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Irgendwie schaffe ich es wieder mal nicht jeden Tag einen Blogartikel zu schreiben. Das führt dann dazu, das ich auch einige Serien einfach nicht zu Ende bekommen … so wie diese hier.

Da der Urlaub ohnehin schon ne Weile her ist und ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, werde ich versuchen diese Serie nun endlich fertig zu bekommen.

Tag 2 – ein Samstag und Feiertag

Nein, es war kein gesetzlicher oder kirchlicher Feiertag … es war nur ein Tag den meine Frau und ich feiern wollten … denn wir sind von diesem Tag an 10 Jahre ein Paar. Wir haben übrigens 7 verflixte Jahre gebraucht um zu heiraten.

10 Jahre … man(n)-oh-man(n).

Richtig gefeiert mit Essen gehen etc. war aber nicht möglich. Aber grillen wollten wir wenigstens. Man muss ja die Möglichkeit ausnutzen mit einem Holzkohlegrill grillen zu können.

An sich war der Tag nicht so ereignisreich … vormittags waren wir noch was einkaufen und nachmittags hatte ich auf dem Netbook ein paar Blogeinträge vorgeschrieben, während meine Kleine meine Frau im Garten beschäftigte.

Es gab aber wenigstens eine witzige Aufklärung der Ereignisse des vorangegangenen Tages.

Könnt ihr Euch noch erinnern? Meine Frau konnte mit ihrer EC-Karte nicht bezahlen und schlussendlich wurde die Karte gnadenlos von einem Automaten eingezogen. Was, wenn ich Euch erzähle, das sie schon am Samstag wieder mit ihrer EC-Karte den Einkauf bezahlt hat?

Nein, es war keine andere Karte einer anderen Bank … so viele Konten haben wir nicht. Es handelte sich um ein und dasselbe Konto.

Die Lösung ist ganz einfach: Wenn man eine neue Karte bekommt, aber aus bestimmten Gründen die alte nicht vernichtet sondern sie im Portemonnaie lässt, monatelang immer die neue Karte zum Zahlen nutzt, dann aber plötzlich die alte Karte greift, kommen solche Situationen zustande.

Blöd, ist aber genau so passiert. Das war für meine Frau natürlich eine Erleichterung, denn sie konnte sich die Vorkommnisse ja nicht erklären.

Zum Abend hin wollten wir dann grillen … zum Abend hin fing es aber auch an kräftig zu regnen. Blöd.

Meine Frau wollte das Grillen verschieben … ich nicht. Ich WILL, ich WILL, ich WILL … das war meine Einstellung zu der Sache. Und wie sagt man so schön: Einen echten Grillmeister macht das Wetter nichts aus … also habe ich unter einem Schirm gegrillt.

Ging auch und das Essen hat geschmeckt. Für Xenia hatten wir noch Knoblauch und Kräuterbrot aufgebacken … das isst sie ganz gerne.

Irgendwann war dann auch Bettzeit.

Tag 3 – 7

Einkaufen, Regen, zum Teil starke Windböen und Wassermelone … das sind die Begriffe die unsere Urlaubstage am besten umschreiben.

Xenia mag Wassermelone gerne und bekommt davon nicht genug … das führte dazu das wir fast täglich Wassermelone kaufen waren. Außer dem Sonntag kann man ungelogen sagen, dass wir vormittags immer zu irgendeinem Supermarkt unterwegs waren. Das war schon seltsam … denn obwohl wir uns bemühten auch mal für ein paar Tage im Voraus einzukaufen, fielen uns immer wieder Dinge ein die wir noch brauchten. So unkoordiniert machen wir das sonst nie.

Waren wir dann doch auf dem Grundstück, dann hatten wir meistens schlechtes Wetter. Das hat uns ganz besonders geärgert, denn immerhin hatten wir extra ein Planschbecken für unsere Kleine mitgenommen. Es gab zwar zwischendurch auch sonnige Momente wo man draußen mit T-Shirt rum rennen konnte … aber der stetig frische Wind machte es einfach unmöglich das Becken mal aufzubauen.

Am Tag 7, einem Donnerstag, kamen meine Eltern zu Besuch … der allwöchentlich stattfindende Oma-Tag sollte doch nicht ausfallen. Auch da hatte ich am Abend grillen geplant.

Und es kam wie es kommen musste … das Wetter wurde wieder richtig schlecht. Es hatte nicht nur wieder geregnet, es war auch extrem windig … und seitens der Unwetterzentrale gab es sogar eine Unwetterwarnung.

Wurst … und Grillfleisch sollte es dennoch geben. Also habe ich nicht nur wieder unterm Schirm gegrillt, sondern hatte auch in der Anfangsphase stark damit zu kämpfen, dass der Wind die Flammen nicht ständig ausbläst. Das war wirklich eine Herausforderung. Mir blieb leider nichts anderes übrig als mehrfach diesen flüssigen Grillanzünder rüber zu gießen und die Kohle erneut anzuzünden. Und das war eine sehr krebserregende Aktion … denn flüssiger Grillanzünder auf leicht glühende Stellen lässt arg viel Rauch entwickeln.

Letztendlich ist aber dennoch was draus geworden. Man muss sich immer nur sagen „Alles wird gut“ :D

Verwandte und ähnliche Artikel

Erholungsheim II

25. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Tag 1 – Freitag, der Anreisetag

Der erste Tag war Stress pur. Es war ein Freitag. Xenia hatten wir noch zu 8 Uhr in den Kindergarten geschickt, wollten sie aber zu 14 Uhr mit voll beladenem Auto abholen und los fahren.

Nach einem gemütlichen Frühstück (zwischen 8 und 14 Uhr lagen ja noch etliche Stunden) fingen wir dann mit dem Packen an. Das heißt, meine Frau fing damit an … ich habe mich noch ein wenig um die Technik (Netbook, Digicam etc.) gekümmert.

Irgendwann rief mir meine Frau zu, ich solle doch endlich die Klamotten raussuchen, die ich mitnehmen möchte. Immer diese Hecktick!
Letztendlich gibt es bei mir aber auch nicht viel rauszusuchen. Wir hatten uns ohnehin darauf geeinigt Klamotten für maximal 7 Tage mitzunehmen, da wir ja da eine Waschmaschine zur Verfügung hatten.

Generell schienen die Dinge, die wir mitnehmen wollten, sehr überschaubar zu sein. Nebst den Klamotten waren da für jeden ein Satz Bettwäsche, ein paar Badutensilien, Xenias Spielzeug, die Wickeltasche, die Technik und die paar Lebensmittel, die uns sonst verderben würden. Alles andere könnten wir je nach Bedarf aus dem Supermarkt besorgen.

Ich war schon leicht geschockt als ich meine Sachen zum Packen in unser Wohnzimmer gebracht habe. Der nicht mal so kleine Koffer war schon gut zur Hälfte mit den Sachen von Xenia gefüllt. Unsere waren da noch nicht drin. Tja, und kaum waren meine Dinge eingepackt, war der Koffer voll … von meiner Frau war nicht mal ein Slip drin.
Fand ich aber nicht so schlimm … wegen meiner hätte sie ohnehin den ganze Tag nackig durch die Gegend laufen können :D

Leider fand sie die Idee aber nicht so gut. Also musste noch eine Reistasche her.

Und mit jeder Stunde wurden die Taschen und Beutel immer mehr. Letztendlich sah es zum Schluss so aus, als würden wir für einen Monat ausziehen. Nebst Koffer hatten wir 2 mittlere und 1 große Reisetasche. Xenias Stuhl, einen riesigen Beutel, 2 normale Beutel, einen großen Sack mit Spielzeug, eine große Tüte mit Bettsachen, einen großen Rucksack mit dem ganzen Technikspielzeug, ein Reisebett, ihren Buggy und die Wickeltasche. Hab ich auch nichts vergessen? Glaube nicht.

Ich bin so gefühlte 20-mal vom 5. Stock in die Tiefgarage gelaufen um das Auto zu beladen und hatte meine Mühe alles in unser eigentlich gar nicht so kleines Auto einzuladen. Hier waren mal gute Packkünste gefragt. Zwischenzeitlich hatte ich schon gedacht dass selbst der, der letztendlich fahren würde, einen Beutel zwischen seine Beine nehmen müsste damit wir alles in das Auto rein bekommen würden.

So kurz nach 13:00 Uhr waren wir dann aber endlich fertig so dass wir unser Vorhaben mit 14:00 Uhr und KiGa einhalten konnten.

Das Auto fuhr erstaunlich gut, trotz der Last die es zu bewegen hatte. So ein 177PS starker Turbodiesel ist eben doch was Feines. Leider benötigt so ein Motor auch ordentlich Futter, also haben wir noch mal schnell an einer Tankstelle gehalten. Meine Frau wollte zahlen, bekam aber nur angesagt „Karte nicht gültig“. Nanu, was da passiert? Egal, hab ja auch noch eine. Also erst mal weiter Richtung Grundstück.
Gefahren sind wir so ca. 1 Stunde.

Am Ziel angekommen haben wir erst mal das Auto entladen und angefangen das Wohnzimmer des Hauses umzuräumen.

Das Haus ist logischerweise nicht unbedingt kindgerecht eingerichtet. Da wir Xenia aber auch ein paar Freiheiten lassen wollten und nicht ständig mit der Angst, sie könnte was kaputt machen, hinter ihr her hecheln wollten, haben wir erst mal etliches an „Kitsch & Co“ aus dem Weg geräumt … und das war einiges! Wie haben es Freunde, die uns besuchten, so schön formuliert: Hier möchte ich nicht Staub wischen müssen :wink: .

Obwohl bisher nicht wirklich viel passierte, waren wir irgendwie fertig.

Aber es stand noch ein Einkauf an. Vorher wollte meine Frau aber noch schnell Geld am Automaten abholen.
Dank iPhone und GoogleMaps konnte ich schnell die nächste Bank lokalisieren die auf dem Weg zum Supermarkt lag. Der Parkplatz in der Nähe dieser Bank war aber leider ein Gebührenpflichtiger. Auch wenn meine Frau ja nur „kurz“ weg war und ich und Xenia ja noch im Auto sitzen, wollte sie vorsorglich ein Ticket für 15 Minuten ziehen. Leider hatte sie nicht darauf geachtet das die Gebührenpflicht abends endet. Und dieses Ende hatten wir schon überschritten. Der Automat war aber nicht so kulant und hat sie darauf aufmerksam gemacht, sondern nahm ganz munter das Geld und druckte einen Parkschein aus … für Samstag bis 09:15 Uhr.

Egal, wir wollten schnell weiter, also ging es schnell zur Bank … und genau so schnell war die Karte meiner Frau vom Automaten eingezogen worden. Ungültig sei die Karte laut Automat. Ganz toll. Freitagabend, die Bank war schon geschlossen und die Geldkarte weg. Zudem stand das Wochenende vor der Tür und da ist sowieso niemand mehr zu erreichen. Aber selbst wenn man am Montag telefonisch hätte klären können, was da passiert ist, käme man frühestens Ende der Woche wieder an die Karte ran, denn aus früheren Erfahrungen wusste ich, dass die Karte erst zur kontoführenden Filiale gesandt werden wird … und die lag am anderen Ende der Stadt.

Der Einkauf war aber noch nicht erledigt und wir hatten keine Ahnung warum das überhaupt passiert ist. Aber, wie war das beim Tanken: Ich hab ja auch noch eine Karte, also nichts wie hin zum Supermarkt.

Der Einkauf stellte sich als sehr anstrengend heraus. Xenia hatte wieder eine große Schmerzattacke wegen ihrer Zähne und weinte in einer Tour. Ich war also damit beschäftigt sie irgendwie zu beruhigen während meine Frau schnell den Korb voll geladen hat.
An der Kasse lief es dann aber etwas schleppend. Die Onlineverbindung zur Prüfung der Karten war gestört. Das gesamte Kassensystem hat aber bei jedem Versuch einer Kartenzahlung versucht die Karte online zu verifizieren und hat den Vorgang erst nach ca. 1 Minute abgebrochen. Da hieß es also bei jedem Kunden warten bis sich die Technik ausgekäst hatte.

Irgendwann war es geschafft, wir fuhren in unser Urlaubsdomizil, konnten ein wenig zu Abend essen und sind schlafen gegangen.

Verwandte und ähnliche Artikel

KategorienFamilie & Co, Unterwegs Tags:

Erholungsheim I

22. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Kennt ihr solche „Belehrungen“ auch? Auf Arbeit wurde mir mal vor etliche Jahren gesagt, dass ich am Telefon nicht erwähnen dürfte das Kollegen, die sich im Urlaub befinden, eben im Urlaub sind. „Nicht im Dienst“ ist der maximale Ausspruch der fallen durfte. Das wurde dann so erklärt: Urlaub bedeutet ja in den meisten Fällen nicht nur, das die Person nicht auf Arbeit ist, sondern auch, dass das heimische Domizil unbewacht ist. Es soll da Einbrecher geben, die gezielt solche Urlaubsleerstände von Wohnungen und Häusern ausnutzen.

Ich habe zwar nie gehört, das so was schon mal vorgekommen ist (also, das gezielt aufgrund einer telefonischen Information über einen Urlaub ein Einbruch statt fand), aber möglich ist es ja.

Also habe ich für mich persönlich festgelegt möglichst im Blog nicht zu schreiben wann und wie wir im Urlaub sind. Über das Impressum ist nämlich die Adresse schnell zu finden.

Daher gibt es die Berichterstattung jetzt im Nachhinein.

Wir hatten jetzt im Juni unseren Jahresurlaub. Weggeflogen sind wir nicht (wenn man mal von der einen Sturmwarnung absieht). Brauchten wir auch nicht, denn wir hatten ein super Angebot von meinen Schwiegereltern bekommen: Während sie selbst im Urlaub sind, konnten wir das Häuschen hüten.

Diese Gelegenheit wollten wir uns als Dauermieter in einem Mehrfamilienhaus natürlich nicht entgehen lassen. Schon deshalb nicht, weil ich da endlich mal wieder mit einem ordentlichen Grill hantieren konnte.

Dementsprechend war auch die Übergabe: Während die Schwiegereltern auf die Besonder- und Eigenheiten des Hauses hinweisen wollte, interessierte mich nur, wo die Sitzauflagen für die Gartenstühle sind, wo der Grill steht und wo ich die Asche entsorgen konnte :D  .

Viele Vorbereitungen für diesen Urlaub gab es ja nicht … eine aber schon: die technische Vorbereitung.

Ich wollte auch auf dem Grundstück mal hier und da einen Blogartikel schreiben oder im Internet surfen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch mal daheim am VDR werkeln wollte.

Mein Schwiegervater hat zwar einen PC bei sich im Büro stehen, aber mal davon abgesehen das ich an diesem nicht rumfummeln wollte, stand bzgl. Internet auch nur eine ISDN Leitung zur Verfügung … hier hat leider noch kein Breitbandanschluss seinen Weg her gefunden.

Mit meinem iPhone kann ich zwar schon einiges machen (eMails, chatten etc.) aber nicht alles, zumal die virtuelle Tastatur und das dann doch kleine Display nicht zum Tippen von längeren Texten geeignet sind.

Ich hatte mir ein Netbook ausgeliehen … das schien mir die beste Wahl. Nicht so groß und schwer wie ein normales Notebook aber noch groß genug um ordentlich was tippen und sehen zu können. Zumal ich mich damit dann auch bequem auf dem Sofa fletzen und einen mitgebrachten Film gucken konnte.

Das nächste Thema war der mobile Onlinezugang. Ein USB-UMTS Stick war schnell besorgt. Und da ich einerseits nicht täglich online sein würde und andererseits aber nicht so auf die übertragenen KBs achten wollte, hatte ich mich für eine Tagesflatrate entschieden. So habe ich nur dann für den ganzen Tag bezahlt, wenn ich auch online war.

Nun stand noch die Hürde mit dem Zugriff auf meinen VDR aus der Ferne. Meinen Rootserver mit dem VPN hatte ich nicht mehr und meine Fritzbox als Telefonanlage arbeitet noch ohne Modifikation. Also war modden angesagt. Dank Freetz ging das auch super gut, stabil und schnell von statten und meine Fritzbox arbeitet nun als VPN Server. Und dank WOL kann ich sowohl den VDR als auch meinen Hauptrechner ggf. aufwecken und darauf arbeiten.

Damit waren die technischen Vorraussetzungen geschaffen und der Urlaub konnte losgehen.

to be continued…

Verwandte und ähnliche Artikel

Durchgemacht

12. Mai 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Na, hattet ihr auch einen schönen Muttertag? Also unserer war wirklich schön … vor allem, da wir mit dem Wetter so viel Glück hatten.

Bevor ich aber den Tag mal etwas beschreibe, will ich ein wenig Vorgeplänkel niederschreiben, damit der Artikel auch eine gewisse Länge bekommt :D .

Bevor meine Frau und ich uns kennenlernten gab es in beiden Familien so eine Art Ritual am Muttertag.

Meine Frau hatte mit ihrer Mama und Oma (mütterlicher Seite) diesen Tag zusammen verbracht. Natürlich waren Papa, Bruder und Opa mit dabei. Das passt auch ganz gut zu ihnen, da insbesondere die Damen alle sehr familiär veranlagt sind.

Bei mir war das so ähnlich. Den Muttertag habe ich immer mit meiner Schwester und eben unserer Mama zusammen verbracht. Gang und gebe war es eigentlich immer an diesem Tag einen Ausflug zu machen. Später, als meine Schwester selbst Mama wurde, änderte sich das. Sie wollte (verständlicherweise) in erster Linie mit ihrer eigene Familie diesen Tag verbringen.

Kompliziert wurde es erst, als meine Frau und ich uns kennen lernten. Denn ab da gab es immer die Überlegung, wie wir diesen Tag verbringen wollen. Mein größter Wunsch war von Anfang an, dass wir alle gemeinsam (also beide Familien) an diesem Tag etwas unternehmen. Leider haben meine Frau und ich das bisher nur 2 Mal geschafft, denn es gibt da einige Gründe bzgl. der Oma meiner Frau. Damals hieß es immer, dass sie große Menschenansammlungen nicht mag, später kam ihr schlechter gewordene Gesundheitszustand dazu.

Um es gleich zu erwähnen: Ich mag die Oma meiner Frau sehr. Ist eine liebe Person. Und ich bezweifle auch die Beweggründe nicht. Aber schade war und ist es dennoch, denn was blieb uns anderes übrig als den Muttertag getrennt voneinander zu verbringen.

Das hatte mir nie richtig gefallen.

Die Option abwechselnd gemeinsam immer nur zu einer unserer Mamas zu fahren war und ist nicht möglich, denn dann ist unter Garantie die jeweils andere schwer enttäuscht … und beide Mamas schaffen es nach wie vor mit ihrer Art und Weise uns in solch einer Situation ein schlechtes Gewissen einzureden. Keine von beiden würde je sagen „Ja, geht nicht anders, ist OK“ sondern beide würden mit einem entsprechenden traurigen Unterton sagen „Ist in Ordnung, finde ich aber sehr schade.“ Und gerade dieser Unterton ist es, bei dem man denkt „Jetzt hab ich sie enttäuscht“. Haben das alle Mütter drauf ihren auch schon erwachsenen Kindern immer mal wieder ein schlechtes (und meist nicht begründetes) Gewissen einzureden?

Seit meine Frau nun selbst Mama ist, sieht die Sache aber ganz anders aus. Jetzt zählt für uns in erster Linie die eigene kleine Familie. Um nicht die eigenen Mamas außen vor zu lassen, handhaben wir es ähnlich wie Weihnachten … wir geben Bescheid was wir vorhaben und alle haben die Möglichkeit mitzukommen. Kann also jeder für sich selbst entscheiden.

Dieses Jahr haben wir einen Ausflug zum Tier- und Freizeitpark Germendorf bei Oranienburg (bei Berlin) gemacht. Mit dabei waren meine Eltern. Es gab noch die Option dass meine Schwester mit meinem Neffen dazu kommt, aber sie haben sich dann morgens doch anders entschieden.

Insgesamt war es ein super Ausflug. Der Park ist schön gestaltet und ideal für einen Ganztagesausflug geeignet. Es gibt etliche Stellen an denen man sich mit Decke und Picknickkorb nieder lassen kann. Und wer grillen will, bucht vorher einen der dort vorhandenen Grillplätze.

Wir sind nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Fahrzeit von ca. einer ¾ Stunde gegen 11:00 Uhr dort angekommen. Die Eintrittspreise sind sehr moderat. Ein Erwachsener zahlt 3,50 € für eine Tageskarte. Kinder unter 3 Jahren gar nix, ab 3 Jahren 50 Cent. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden und mit ebenfalls 50 Cent auch nicht teuer. Das Schöne ist, das man mit der Tageskarte das Gelände zwischendurch mal verlassen kann, sofern der Bedarf besteht.

Die für mich Lustigsten und schönsten Erlebnisse waren an den beiden Stellen, an denen man Tiere auch mal streicheln durfte.

Relativ am Anfang kamen wir zu einem Ziegen-Streichelgehege. Ich bin mit Xenia natürlich da rein um ihr die Möglichkeit zu geben, die Tiere hautnah zu erleben. Am Anfang war sie etwas skeptisch, aber nie ängstlich. Immer wenn ich ihr sagte, dass sie die Tiere ruhig streicheln könne, hat sie auch ihre Hand ausgestreckt. Tja, und nach einer Weile und einigen gestreichelten Tieren taute sie richtig auf, denn dann rannte sie selbständig durch das Gehege und wollte mit einem ständigen „Ei“ auf den Lippen alle Tiere streicheln :) ) . Zum Teil sind die Ziegen auch weggelaufen … aber Xenia ist mit ausgestrecktem Arm und eben dem „Ei“ unbeirrt hinterher gelaufen.

Alle Tiere hat sie nicht geschafft … dafür hatte sie mehr als genug Ziegenkacke am Schuh, die ich dann, durch späteres tragen von Xenia, an meinem T-Shirt und meiner Hose hatte :lol: .

An einem anderen Gehege konnte man 3 Ponys streicheln. Auch bei diesen wollte sie „Ei“ machen und hat auch erst Ruhe gegeben, bis sie alle 3 einmal gestreichelt hatte. Erst dann durften wir weiter.

Was war noch? Ach ja, manchmal hatte ich das Gefühl, das wir besser einen Ausflug in einen japanischen Steingarten hätten machen sollen. Wo immer Wege mit Kieselsteinen auftauchten lies sich Xenia nicht mehr zum weitergehen bewegen. Sie beugte sich lieber nach Vorne um aus den Steinen die Besten der Besten herauszufischen und an uns zu verteilen. Sie scheint ein Steinnarr zu sein.

Zwischendurch (13:00 Uhr) waren wir mal im Dorfkern ein Mittag zu uns nehmen.

Verblüffend war, das Xenia die ganze Zeit durchgehalten hat. Obwohl wir ihren Kombi-Kinderwagen bei hatten, in dem sie hätte durchaus auch schlafen können, war sie einfach zu neugierig um mal ein Auge zu zumachen. Dafür war sie innerhalb weniger Sekunden bei der Abfahrt kurz nach 4 eingeschlafen. Wirklich! Sie hat ja kaum im Auto gesessen, als ihr schon die Augen zugefallen sind.

Bevor es aber erschöpft nach Hause ging, hatten wir noch einen ca. 1-stündigen Halt bei meiner Schwester eingelegt und uns ein bisschen unterhalten.

Dann war der Tag auch schon vorbei.

Verwandte und ähnliche Artikel

Geocaching III

29. April 2009 Schmidtie 2 Kommentare

Hier nun mein Bericht bezüglich Geocaching und iPhone.

Um mein Fazit gleich vorne Weg zu nehmen: Das iPhone als alleiniges Gerät fürs Geocachen ist aus meiner Sicht eine Katastrophe und geht gar nicht. Als Hilfsmittel, um möglichst papierlos zu arbeiten, ist es allerdings sehr gut geeignet.

Das größte Problem am iPhone ist seine Akkulaufzeit. Wer das Gerät schon mal längere Zeit am Stück in Betrieb hatte weiß, das der Akku schnell leer ist. UMTS, WiFi, GPS Chip und nicht zuletzt die Hintergrundbeleuchtung saugen kräftig. Deshalb war meine Vorstellung auch, so viel wie Möglich abzuschalten um Strom zu sparen. Der Einstellungsdialog vom iPhone bietet mir hier die Möglichkeit das Telefon in den so genannten “Flugmodus” zu versetzen, den “Ortungsdienst” zu deaktivieren und die WiFi Funktion auszuschalten.

Der Flugmodus nimmt das Telefon vom Netz (kein telefonieren und kein Datentransfer über UMTS/EDGE mehr möglich) und deaktiviert viele Funktionen. Bisher habe ich diese Funktion daheim am Abend benutzt. WiFi, wenn aktiviert, funktionierte auch noch im Flugmodus und so kann ich bequem vom Sofa aus im Internet surfen aber dank Flugmodus Akku sparen. Das wollte ich auch unterwegs nutzen, denn ich habe in meiner Naivität geglaubt, das ich im Flugmodus nicht nur das WiFi extra ein- und ausschalten kann, sondern auch den “Ortungsdienst” und damit den GPS-Chip. Mein Vorhaben war also: Telefon in den Flugmodus (um UMTS/GSM abzuschalten), WiFi aus (habe ich unterwegs nicht), Ortungsdienst an (damit ich GPS nutzen kann) und alle Daten und Karten offline nutzbar machen.

Der andere Gedanke war, das ich zwar eine Datenflatrate habe, die Verbindung aber nach einem gewissen Verbrauch im Monat gedrosselt wird. Ich wollte vermeiden das durch ständiges Nachladen von Kartenmaterial aus dem Internet der Datenverbrauch so in die Höhe schießt, dass ich an dieses Limit ran komme. Mal ganz davon abgesehen das ich ja gar nicht abschätzen konnte, ob ich immer und überall guten Netzempfang habe (Funkloch).

Das erste Problem, welches auftauchte, war, das im Flugmodus der GPS-Chip deaktiviert wird und damit nicht zur Verfügung steht. Ich durfte also das Telefon gar nicht in den Flugmodus bringen … sonst funktionierte das Navigieren nicht mehr.

Etwas ärgerlich, aber kein Hindernis. Die UMTS Funktionalität lässt sich extra deaktivieren … das Problem ist nur, das dann automatisch EDGE über das GSM Netz benutzt wird. Also musste auch die EDGE Funktionalität ausgeschaltet werden. Das bringt zwar keinen Vorteil bzgl. Akku, sehr wohl aber verhindert es den Datentransfer über das Handynetz.

EDGE zu deaktivieren funktioniert aber nur, wenn man das Telefon gejailbreakt hat. Ich gebe zu, das habe ich schon vor einiger Zeit getan, insofern war es recht einfach EDGE zu deaktivieren.

Die Daten und Karten offline verfügbar zu machen war auch kein Problem, aber darauf gehe ich ein, wenn ich die von mir benutzten Programme vorstelle:

Geocaching der Groundspeak Inc. (App-Store)

Die Seite geocaching.com ist eine der größten Cache-Datenbanken weltweit. Hier kann man nach Caches suchen und sich die Beschreibungen, Koordinaten, Hinweise und Logbucheinträge durchlesen. Die Software “Geocaching” greift nun auf diese Datenbank zu. Man kann mittels iPhone nach Caches suchen (auch mit Hilfe des gerade aktuellen Standortes!) und sich genau diese Beschreibungen etc. anschauen.

Das schöne ist, das man sich die Beschreibungen zu den Caches offline verfügbar machen kann und somit die Informationen schnell griffbereit hat. Also genau das, was ich brauchte :)

Die Software bietet auch eine integrierte Navigationsmöglichkeit … über Kartenmaterial des Projektes “OpenStreetMap” oder über einen Kompass (der natürlich nur GPS basiert arbeitet). Leider lassen sich die Karten nicht zwecks Offline-Nutzung speichern … um die Navigation ordentlich zu nutzen muss also eine dauerhafte Datenanbindung her. Das ist der größte Nachteil.

Der Kompass ist manchmal zu gebrauchen da er bei Bewegung steht’s die Richtung,, in die man laufen muss, ordentlich anzeigt. Er richtet sich auch anhand der Laufrichtung selbständig aus (man muss also nicht wissen wo Norden ist) … allerdings: Läuft man in die Nähe eines Caches etwas langsamer, so “springt” der Kompass nur hin und her, da er bei Unterschreitung einer bestimmte Geschwindigkeit die Richtung nicht mehr errechnen kann.

Mit dieser Software ist es leider auch nicht möglich, MultiCaches ordentlich zu verwalten. Hier kommt man um andere Software oder Stift und Papier nicht drum rum.

GCBuddy von BtStSoft (App-Store)

GCBuddy springt genau da ein, wo Geocaching aufhört. Mit GCBuddy lassen sich alle Arten von Caches … also auch MultiCaches … verwalten. Hier können Formeln verwaltet und Notizen gespeichert werden, was allerdings sehr umständlich ist, da die Caches manuell gepflegt werden müssen. Eine Übernahme aus der großen Datenbank von geocaching.com ist nicht möglich. Auch eine Bearbeitung am PC um dann die Daten in GCBuddy zu importieren habe ich nicht gefunden. Also sucht man sich erst die Daten mit Geocaching raus um sie offline zu speichern und überträgt dann händisch Stück für Stück ein paar Daten in GCBuddy … doppelte Datenerfassung sozusagen. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht auch noch die Cachebeschreibungen zu übertragen, sondern nur die grundlegenden Daten.

Spannend ist, sollte man mit dem Auto geocachen sein, das man sich die Parkposition an Hand der aktuellen GPS Daten speichern kann. So findet man das Auto bestimmt wieder :lol:

GCBuddy bietet eine Schnittstelle zu 3 anderen Programmen, mit denen dann die Navigation möglich ist.

iGCT (Geocaching Toolkit) von BtStSoft (App-Store)

Dieses Toolkit haben wir bei unserer ersten Tour nicht benötigt. Letztendlich ist es eine Hilfe vor Ort und vor allem für Caches welche mit Rätseln und Aufgaben versehen ist. Ich will jetzt nicht näher drauf eingehen … wer wissen will, was es alles kann, darf gerne im iTunes-App-Store danach suchen :)

MotionX-GPS-Lite von MotionX (App-Store)

Diese Anwendung ist vielfältig einsetzbar. Nebst zu definierenden Wegpunkten und einem Kompass besitzt es auch eine kleine Navilösung mittels Kartenmaterial. Auch hier ist es leider so das a) der Kompass sich zwar beim gehen so anpasst, das man immer weiß wo Norden ist, allerdings eben auch keine korrekten Daten angeben kann, wenn man eine gewisse Geschwindigkeit unterschreitet und b) das Kartenmaterial nicht offline zur Verfügung gestellt werden kann. Damit ist dieses Programm auch nur bedingt geeignet.

Geopher Lite von Geopher Tools (App-Store)

Diese Anwendung stellt nur einen Kompass dar. Mehr nicht. Ich muss zugeben dass dieser Kompass mich am meisten enttäuscht hat. Nicht nur das er sich bei Bewegung nicht anpasst und man dadurch das Gerät immer Richtung Norden ausrichten muss um die richtige Laufrichtung zu erkennen (hier muss also ein echter Kompass mitgeführt werden), es vergisst beim Beenden auch die zuletzt eingegebenen Koordinaten … und manchmal muss man das Programm kurzzeitig beenden um eines der anderen zu starten.

Geopher Lite ist im Übrigen eines der Programme, zu dem GCBuddy eine Schnittstelle hat … das Programm wird dann aus GCBuddy heraus mit den Koordinaten gefüttert.

OfflineMaps (Cydia)

Wie der Name schon sagt, kann man hiermit Karten offline zur Verfügung stellen … das aber auch nur über einen Umweg und es stellt die Karten nicht selbst dar, sondern füttert damit die auf dem iPhone installierte “Karten” Anwendung.

Die Karten selbst stellt man zuerst mit einem speziellen Javabasierten Programm auf dem PC zusammen, kopiert sie dann auf das iPhone (bspw. über den iPhoneBrowser) und kann dann mittels OfflineMaps diese Karten “aktivieren”.

Und das funktioniert sogar sehr gut. Schaltet man beim iPhone alles ab, was irgendwie eine Datenanbindung nach draußen anbietet, so kann man durch OfflineMaps dennoch in den Karten navigieren und zoomen.

Eigentlich toll … aber nur eigentlich, denn was nützt einem eine Offlinekarte mit der man nicht an Hand von Suchkriterien navigieren kann? Und genau hier ist das Problem. Versucht man nun einen Ort bspw. mit den vom Cache bekannten Koordinaten zu finden, meldet das Programm nur “Verbindung zum Internet konnte nicht hergestellt werden.” Suuuupper.

xGPS (Cydia)

xGPS ist eine Navigationsanwendung mit der man eine erste richtige Navigation mit Sprachausgabe etc. vorliegen hat. Die Anwendung nutzt ebenfalls das Kartenmaterial von Google und auch hier ist es möglich dieses Material offline zur Verfügung zu stellen. Und leider ist es auch hier so, das eine Navigation nur mit einer aktiven Internetverbindung funktioniert :( .

Trails von Felix Lamouroux (App-Store)

Trails wirbt mit “… EINZIGES APP, das es Ihnen erlaubt Pfade AUFZUZEICHNEN, ZU EXPORTIEREN UND ZU IMPORTIEREN …”. Das hab ich jetzt nicht geprüft, spannend waren aber folgende Merkmale: “… OpenStreetMap Karten … Offline-Karten …”.Es war gar nicht schwer die Karten direkt am iPhone offline verfügbar zu machen. Das Blöde ist nur, dass ich zwar Pfade aufzeichnen aber keine Wegpunkte manuell setzen kann um dann dahin zu navigieren. Genau das ist aber das, was benötigt wird. Die einzige Möglichkeit Wegpunkte manuell zu setzen ist, einen Pfad am PC zu erstellen und diesen dann zu importieren. Das funktioniert aber nur, wenn ich vor einer Tour genau weiß wohin ich will. Spätestens wenn aber ein Multicache ins Spiel kommt oder man spontan cachen möchte bringt einem das nichts mehr.

Ihr seht, nicht wirklich das Ware. Ohne aktiver Internetverbindung keine Navigation möglich. Mit Verbindung steigt aber der Datenverbrauch und der Akku ist schneller alle. Außerdem ist man ständig dabei die Anwendungen zu beenden und die nächste zu starten, da es ja leider keine eierlegende Wollmilchsau-Anwendung gibt die alles kann und dem iPhone Multitasking fehlt. Das ist dann mit Wartezeit verbunden, da die Anwendungen ja auch nicht super schnell starten.

Was ich noch nicht erwähnt habe ist, das sowohl OfflineMaps als auch xGPS die Google-Straßenkarten verwenden. Straßenkarten sind aber für eine Wanderung in der Botanik nicht geeignet … hier müssen topografische Karten her. xGPS kann zwar auch mit diesen arbeiten, aber auch nur mit denen, die Google zur Verfügung stellt … und die sind nicht sehr gut. Sehr gut sind allerdings die des OpenStreetMap Projektes (zumindest für die Gegend, in der wir unterwegs waren) und da wäre ja die Geocaching Software selbst prädestiniert (nur offline fehlt hier halt) oder Trails (bei dem man leider keine Wegpunkte manuell setzen kann).

Am besten war dann tatsächlich das GPS-Gerät von Garmin, welches wir bei hatten … schon weil hier auch ein elektronischer Kompass bei ist, der eben auch ohne Bewegung weiß wo Norden ist! Das Kartenmaterial war auch sehr gut und dank normaler Batterien hätten wir ggf. auch schnell ne neue Stromquelle da gehabt.

Verwandte und ähnliche Artikel

Geocaching II

28. April 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Nach dem ersten Fund war die Begeisterung natürlich wieder da, so dass auch der nächste Cache (an einer Kirche) schnell gefunden wurde. Er lag unter ein paar Steinen die ein kleines Beet abgrenzten.

Nun Stand unser erstes MultiCache auf dem Plan. Wie das Wort “Multi” schon vermuten lässt reicht es hier nicht, sich anhand der veröffentlichten Koordinaten zu orientieren um den Cache zu finden. Vielmehr stellen diese Koordinaten einen Startpunkt dar, von dem aus über verschiedene Zwischenstationen der Schatz gefunden werden muss. Es gibt verschiedene Ansätze einen solchen MultiCache aufzubauen … in unserem Falle war es so, das wir am Startpunkt an Hand einer dort zu findenden 4-stelligen Zahl und einer im Internet veröffentlichten Formel die Koordinaten des ersten Zwischenstops errechnen mussten um da dann die Koordinaten des zweiten zu finden usw. Insgesamt sollten es 7 Stationen werden.

Die vierstellige Zahl war schnell gefunden und dank iPhone und einer Software, bei der ich die Formel schon hinterlegen konnte, waren die Koordinaten des ersten Zwischenpunktes schnell errechnet.

An diesem ersten Zwischenpunkt brauchten wir auch nicht all zu lange um eine Filmdose mit den Koordinaten zu finden. Sie war in einem größeren Astloch eines Baumes versteckt.

Doch schon am nächsten Zwischenpunkt verzweifelten wir. Es gab an den Koordinaten eine Art Felswand aus Feldsteinen. Zwischen den Steinen gab es immer wieder Lücken die mit Hilfe kleiner Feldsteine ausgefüllt wurden. Viele dieser kleinen Steine waren lose und ließen sich schnell entfernen. Und genau dahinter haben wir (mit Hilfe eines Einweghandschuhes) gesucht … und gesucht … und gesucht … und gesucht … aber nichts gefunden :(

Ich weiß nicht wie lange wir da waren, aber irgendwann haben wir aufgegeben. Man weiß ja leider nicht ob das Gesuchte überhaupt noch da liegt oder man an ganz falscher Stelle sucht. Wie dem auch sei, wir haben diesen Cache dann abgebrochen und uns auf die Suche nach dem nächsten gemacht … wieder einem Einfachen.

Um es kurz zu machen: Auch diesen und unseren letzten haben wir nicht gefunden. Ich weiß nicht woran es lag das wir nur 2 ¼ von insgesamt 5 gesuchten Caches gefunden hatten (zu wenige Erfahrungen? keine Phantasie? ungeübter Umgang mit dem GPS?), auf jeden Fall hatten wir hier unsere Tour da dann abgebrochen. Es war irgendwas nach 15 Uhr und wir hatten ja noch den Rückweg vor uns.

Aber unabhängig der schlechten Quote, Spaß hat es uns gemacht. Nicht nur, das wir wirklich eine sehr schöne Gegend kennengelernt haben, man hatte ja auch immer ein Ziel vor Augen und das Wetter war einfach bombastisch gut.

Auf dem Heimweg sind wir noch zu einem Italiener eingekehrt, was geschmacklich leider keine gute Entscheidung war. Um 17 Uhr rum war ich dann auch endlich zu Hause.

Im Nachhinein finde ich es erstaunlich, wie eine solche Tour schlauchen kann … ich war an dem Abend so müde, das ich gleich auf der Couch eingepennt bin :)

Der nächste Artikel befasst sich dann mit Geocaching und iPhone.

Bis dahin…

to be continued…

Verwandte und ähnliche Artikel

Geocaching I

27. April 2009 Schmidtie 3 Kommentare

Na, wie war euer Wochenende? Meines war super … und das nicht nur weil meine Frau samt Kind vom Samstag bis Sonntag bei meinen Schwiegereltern war und ich sturmfreie Bude hatte, nein, auch weil ich mit einem neuen Hobby begonnen habe … dem Geocaching.

Viele kennen das sicher, aber für diejenigen, die mit dem Begriff so gar nichts anfangen können, hier eine kurze Erklärung:

Geocaching ist eine moderne Art der Schatzsuche. Leute wie du und ich (die auch Spaß an diesem Hobby haben) verstecken in der freien Natur kleine und große Döschen bzw. Schachteln, veröffentlichen den Standort und geben den Schatz damit zur Suche frei. Dabei geht es weniger darum wertvolle “Schätze” zu heben, sondern mehr um den Spaß am Suchen und Finden. Kleine Caches (so werden die “Schätze” genannt) haben oftmals nur ein kleines Logbuch enthalten, in dem man sich einträgt. Größere können aber durchaus auch ein paar mehr oder weniger interessante Tauschgegenstände beinhalten … wobei tauschen niemals Pflicht ist. Klar sollte aber jedem sein, das es aller Wahrscheinlichkeit nach keine wertvollen Dinge sein werden.

Das Spannende ist aber eigentlich die Tatsache, dass der Standort in erster Linie nur mittels Koordinaten bekannt gegeben wird. Das bedeutet, man sucht den Schatz mit modernen GPS-Empfängern welche man mit diesen Koordinaten füttern kann. Danach navigiert man erst an Hand von Kartenmaterial in die Nähe um dann mit dem GPS den genauen Standort zu finden. Das Suchen vor Ort (also wo der Cache dann genau versteckt ist) bleibt natürlich nicht aus. Im Idealfall hat das GPS auch digitales Kartenmaterial gespeichert, so dass man für die komplette Navigation dieses Gerät verwenden kann.

Welche Arten von Caches es gibt, welche Besonderheiten Bestandteil eines solchen Caches sein können und was man so alles zu beachten hat, darauf will ich hier nicht eingehen … dazu findet ihr am Ende eine kleine Linkübersicht über die man sich dann genauer informieren kann.

Ich will schreiben wie es für mich bzw. uns als Anfänger auf dieser ersten Tour so war. Da ich zu einigen Caches etwas detaillierter werden will, werde ich nicht erwähnen, wo gesucht wurde. Begleitet hat mich eine gute Freundin der es offensichtlich auch Spaß gemacht hatte. Wir werden das also definitiv wiederholen.

Bevor ich richtig anfange will ich noch ein paar Anmerkungen machen.

Vorrangiges Ziel von mir war, die vorhandene Technik verwenden zu können. Das iPhone 3G welches ich besitze hat ja einen GPS Empfänger integriert. Auf einigen Seiten im Netz haben andere iPhone Besitzer schon geschrieben dass es mit dem iPhone und ein wenig Software durchaus funktionieren kann. Ich habe auch einiges an Software installiert und mich damit vorbereitet. Da im Netz aber auch immer wieder zu lesen ist, das man um ein richtiges GPS-Outdoor-Gerät nicht herum kommen würde (da mit dem iPhone zu ungenau), habe ich mir das Garmin 60csx von meinem Chef geborgt. Wir sind also mit beiden Geräten losgezogen um mal vergleichen zu können. Das Fazit werde ich aber in einem anderen Artikel veröffentlichen, denn ich möchte hierbei auch gleich auf die Programme des iPhone näher eingehen.

OK, los geht’s.

Treffpunkt war 10:00 Uhr. Ich hatte am Tag zuvor eine Liste von 12 Caches rausgesucht. Bis auf 2 alles Einfache und alle mehr oder weniger auf einer Route, so dass wir im Idealfall nicht ständig hin und her hätten laufen müssen. Die Reihenfolge habe ich mit Hilfe von GoogleMaps festgelegt. Hier konnte man schön nach den Koordinaten suchen um in etwa abschätzen zu können, wo das Zielgebiet eigentlich liegt.

12 hört sich jetzt viel an, aber ich hatte auch so gar keine Vorstellung wie zeitintensiv die Suche sein könnte. Letztendlich waren wir ja auch nicht verpflichtet alle 12 zu schaffen. Haben wir auch nicht.

Nachdem die beiden Geräte auf das erste Ziel geeicht waren machten wir uns los … zu Fuß. Wir sind im übrigen die ganze Strecke zu Fuß … das war im Nachhinein ein sehr schmerzhafte Erfahrung, da ich wohl doch mit den falschen Schuhen unterwegs war.

Am ersten Punkt angekommen ging es schon merkwürdig los. Wo genau könnte hier was versteckt sein? Und warum zeigen die GPS Geräte meistens etwas andere Werte an? Schlimmer war eigentlich noch, dass hier alle Naselang jemand vorbei kam. Das ist etwas, worauf man als Geocacher achten sollte: Den Schatz erst heben, wenn kein anderer in der Nähe ist, der das beobachten könnte. Das hat einfach den Hintergrund, das vermieden werden soll, das Leute, die dieses Hobby nicht betreiben, aus Neugierde den Schatz ebenfalls heben und ggf. zerstören oder mitnehmen. Dann wäre er für die Nächsten ja nicht mehr auffindbar.

Wir stocherten also sehr hilflos rum und fanden einfach nichts. Das Gelände war zu groß und wir hatten so gar keine Phantasie. Nachdem wir dann auch noch von einer Frau von einer Bank aus beobachtet wurden und später noch ein älteres Pärchen kam und meinte da mal pausieren zu müssen, haben wir die Suche nach diesem ersten Schatz abgebrochen. In der Nähe war im Übrigen noch ein Gewässer, und auf diesem schwamm eine silberne Filmdose … nicht zu erreichen für uns. Eine Mutter, die mit ihrem Kind vorbeikam, meinte nur “schau mal, jetzt ist das Wasser wieder da”. Wir überlegten, ob evtl. zuvor das Gewässer aufgrund der vielen Sonne ausgetrocknet war und nun, da es wieder gefüllt war, die Dose abgetrieben war und den eigentlich Cache darstellte.

Egal, wir wollten weiter und hatten uns auf die Suche nach dem zweiten Cache gemacht. Dort angekommen waren wir irgendwie schon verwundert. Lt. beiden Navis sollte sich der Cache auf einem flachen nichtssagenden Stück Land befinden … also da, wo nach unserer Ansicht hätte gar nichts versteckt werden können. Ein paar Meter weiter wiederum wimmelte es aber von Bäumen und Sträuchern. Also haben wir instinktiv erst mal da gesucht … aber nichts gefunden. Da ich meistens ein sehr ungeduldiger Mensch bin, war ich schon leicht gefrustet. Aber wie sagt ein Kollege von mir zu gerne “Wir müssen noch mal anfangen und strukturiert vorgehen”. Das haben wir dann auch gemacht und haben uns letztendlich auf diese flache Fläche konzentriert.

Plötzlich machte es “klick”. Auf dieser Fläche stand ein etwa kniehoher Pfahl mit an dem Schilder montiert waren ähnlich denen, die für die Feuerwehr aufzeigen, wo die nächste Wasserentnahmestelle ist. Dieser Pfahl … oder viel mehr Rohr … war oben durch eine große Kappe geschützt. Nach entfernen dieser Kappe war er dann zu sehen … der erste Cache!! Was haben wir uns gefreut. Blöd nur, das just in diesem Moment ein Mann mit seinem Hund vorbeispazierte. Also mussten wir wieder warten bevor wir ihn bergen konnten.

Aber auch das Bergen war nicht so trivial. “Magnetisch” gab es als Hinweis im Netz zu diesem Cache zu lesen. Ich hatte auch einen Magneten bei, allerdings nur einen einfache Kühlschrankmagneten, da sich in meinem Haushalt nichts Besseres befand. Mit dem Magneten klappte es auch nicht. Dann gab es in den Log-Einträgen im Netz noch den Hinweis “Stäbchen”. Auch Stäbchen hatte ich bei … allerdings waren die zu kurz. Was nun tun? Ganz einfach: Die Natur hatte doch mehr als genug Material zu bieten … also 2 längere stabile alte Zweige gesucht und schon war der Cache geborgen.

Da es sich hierbei nur um einen kleinen Cache handelte, war auch nicht mehr als ein Logbuch zu finden. Hab mich eingetragen, alles wieder gut verschlossen und wieder da versteckt wo wir ihn gefunden hatten.

Man, was für ein Erfolgserlebnis!

So, da dieser Artikel schon wieder so lang ist, höre ich erst mal auf und schreibe später weiter. Werden es eben insgesamt 3 Artikel. Seid ihr ja schon gewohnt :D

Daher:

to be continued…

Linkliste:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching

http://www.geocaching.de/

http://www.geocaching.com/

Verwandte und ähnliche Artikel

Shopping

9. März 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Einkaufen, oder auch “Shopping” genannt, ist manchmal eine Notwendigkeit, manchmal aber auch nur ein Spaß und Hobby.

Bedient man die typischen Klischees, dann ist Shopping für Frauen ohnehin das Größte und für Männer meistens was grauenvolles. Ich bediene diese Klischees.

Lebensmittel beispielsweise.

Diese zu besorgen ist eine Notwendigkeit die ich nicht leiden kann. Meistens ist man als arbeitender Mensch gezwungen abends oder am Wochenende den Einkauf zu erledigen … und meistens sind die Supermärkte dann natürlich entsprechend voll. Ganz besonders leiden kann ich da 2 Bevölkerungsgruppen. Zum einen die, die durchaus am Vormittag Zeit gehabt hätten ihre Einkäufe zu erledigen sich aber nun Abends mit den anderen durch die Regale schieben und dabei natürlich noch mitten im Gang gaaanz langsam laufen. Zum anderen sind es die, die ihren Einkaufswagen einfach quer mitten in den Hauptgang stellen und erst mal auf Wanderschaft gehen.

Hat man es dann endlich zur Kasse geschafft, geht der nächste Stress los. Das Aufladen der Produkte auf das Band geht ja noch, aber dank Barcode und Scanner ist das Einladen vom Band wieder zurück in den Wagen schweißtreibend. Versucht man mit der Geschwindigkeit der Kassiererin mitzuhalten hat man hinterher das Gefühl in einer Sauna gewesen zu sein.

Beim Einladen ins Auto ist man dann das nächste Mal frustriert … denn trotzt großem Auto passt der Großeinkauf dank im Kofferraum befindlichem Kinderreisebett und Buggy (wir haben ja kein Haus wo man diese Dinge “schnell” mal ausladen könnte) natürlich nicht vollständig rein. Also ab damit auf die Rückbank und dem Beifahrersitz, welcher während der Fahrt nach Hause dank Gurtkontrollsystem dauernd piept, da er glaubt, da sitze jemand, der sich nicht angeschnallt hat.

Daheim dann die 25 Beutel und 13 Getränkestiegen noch 5 Etagen hoch geschleppt … und man ist reif für die Dusche und das Bett.

Und dennoch gehe ich lieber selber Lebensmittel einkaufen als das ich das meine Frau machen lasse. Warum? Ich esse gerne und lege wert drauf dass auch das auf dem Tisch kommt, was ich gerne esse. Mal abgesehen davon, das meine Frau die Hälfte (Schokolade) vergisst :D .

Bei Klamotten ist das so ähnlich. Shoppingcenter sind für mich ein graus … wenn ich nicht gerade zielgerichtet in einem der größeren Elektrodiscountern was besorgen will. Ich bin wahrlich kein modischer Mensch. Bequem und funktionell müssen die Sachen sein … das reicht schon. Daher gehe ich auch nur Klamotten und Schuhe kaufen wenn es denn wirklich nötig ist. Mir geht es auf die Nerven 20 Paar Schuhe anzuprobieren bis mal endlich welche dabei sind, die mir passen UND gefallen. Ich habe auch keine Lust halb durchnässt mehrere Hosen anzuprobieren. Ich fühle mich da total unwohl bei und bin schnell genervt wenn nicht gleich am Anfang was Passendes dabei ist.

Am Samstag war dennoch ich derjenige der shoppen fahren wollte. Primär wegen unserer Kleinen … wir wollten mal ein größeres Spielwarengeschäft plündern gehen. Nachdem wir das getan haben sind wir noch in ein Schuhgeschäft … eigentlich auch wegen Xenia. Was immer mich da aber geritten hat, ich habe ganz freiwillig und ohne Zwang alleine Schuhe für mich ausgesucht und sogar 3 Paar gefunden! Letztendlich war der ganze Shopping-Ausflug mehr für mich und Xenia als für meine Frau ein Erfolg.

Bei technischen Sachen sieht die Sache natürlich gaaanz anders aus. OK, ich mag auch da nicht gerne in die Center fahren um durch die Regale zu schlendern … das macht sich daheim am PC und dem Internet viel besser. Aber genau das macht so viel Spaß, dass ich da locker mal die Zeit vergessen kann. Produkte vergleichen, Tests lesen, Preise raussuchen … und irgendwann doch durch halb Berlin fahren und diverse Läden abklappern um das Wunschprodukt zu einem super Preis gleich mitnehmen zu können (bei Bestellungen muss man ja so lange warten :wink:  )

Verwandte und ähnliche Artikel

KategorienSonstiges, Unterwegs Tags: