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Archiv für die Kategorie ‘Xenia’

Schlitten fahren …

11. Januar 2010 Schmidtie Keine Kommentare

… macht Spaß. Vor allem dann, wenn endlich mal wieder richtig viel und richtig lange Schnee in Berlin liegt und man eine kleine Tochter hat, die das nicht nur gerade kennenlernt sondern auch zu mögen scheint.

… macht keinen Spaß. Vor allem dann, wenn der Schlitten so groß ist wie ein Auto und man eigentlich bei gemäßigter Geschwindigkeit an einer roten Ampel halten wollte, dummerweise aber darüber hinweg direkt auf Straßenbahnschienen rutscht (und dank ABS sowieso das Gefühl hat, das Auto wird schneller als langsamer). Gut nur, wenn man irgendwann zum stehen kommt, das Auto dann zurücksetzen kann und erst DANACH die Straßenbahnen kommen (aus beiden Richtungen natürlich!).

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Kindermund (1)

8. Januar 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wow, nach 2 1/2 Monaten mal wieder ein Artikel?

Ja, denn ich habe unseren Blog noch nicht aufgegeben. Warum er nicht mehr befüllt wurde, hatte ich schon geschrieben. Und wenn ich mir meine Neujahrsvorhaben so anschaue, dann wird sich eventuell auch nicht viel ändern. Eventuell bekomme ich es aber hin mal ab und zu wenigstens einen kurzen Artikel online zu stellen. Die vergangenen Monate werde ich aber vermutlich nicht aufarbeiten (obwohl Xenias 2. Geburtstag und ihr erstes richtiges Weihnachten war).

Die sprachliche Entwicklung unserer Kleinen geht immer schneller und besser voran. Ganze Sätze (auch wenn der Satzbau natürlich noch stark ausbaufähig ist) werden von ihr immer mehr versucht. So ist es klar, das sich ab jetzt auch sicher öfter lustige Begebenheiten entwickeln werden.

So auch diese Woche nach einem Einkauf. Wir stehen an unserem Auto und wollen es beladen … Xenia sitzt noch im Einkaufswagen und beobachten das Geschehen drum herum:

Xenia (X): Oh, da ein Hatze!
Wir (W): Was hast Du gesehen?

X: Hatze.
W: Ein Hase?

X: Nein, Hatze.
W: Ach so, eine Katze!

X: NEIN … EIN HUND!

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Kleines ganz Groß: Die Foto-Leinwand Aktion

30. Oktober 2009 Schmidtie Keine Kommentare

DruckHatte ich schon erwähnt das ich ein neues Hobby habe? Das Fotografieren? Ich glaube, ich erwähnte es in meinem letzten Artikel.

Für sehr begabt habe ich mich noch nie gehalten … aber das Interesse war schon immer groß. Meine erste (damals noch analoge) Kamera war demzufolge ein kleines Technikwunderwerk. Gut, ich gebe zu das es “nur” eine Kompaktkamera war, das lag aber auch eher am kleinen Budget welches mir zur Verfügung stand.

Geknipst hatte ich damals richtig viel. Auf einer Klassenfahrt von einer Woche habe ich mal 10 Filme à 36 Bilder verknipst. Die meisten waren … nun ja, reden wir lieber nicht darüber. Dennoch, es sind immer mehr geworden … zum Teil so viele, das ich die Fotos nicht mehr in Fotomappen oder Alben sortierte sondern letztendlich nur noch in einem Schubfach gesammelt hatte.

Auf digital bin ich erst 2002 umgestiegen. Lag auch am Kleingeld :)

Damals habe ich mir mal so richtig ne Birne gemacht (dachte ich jedenfalls). Testberichte über Testberichte studierte ich … und bin dann bei der Fujifilm FinePix S602 Zoom gelandet. In meinen Augen schon eine kleine Profikamera … denn nebst Automatik hatte ich hier bereits die Möglichkeit, über manuelle Programme, die Belichtungszeit und die Blende einzustellen. Und damit ich überhaupt wusste was das heißt und was es bedeutet, wurden auch gleich zwei Fachbücher dazu gekauft.

So viel ich auch herum experimentierte, ich habe schlicht kein ordentliches Foto damit hinbekommen, schnell gefrusstet aufgegeben und die Kamera bis zu diesem Jahr als normale Automatik-Kamera genutzt. Mit der Zeit wurde das Interesse auch immer weniger und damit die Anzahl an Fotos. Und dann wurde meine Frau schwanger …

Ich denke, jeder kennt die Fotos von Anne Geddes. Man mag zwar bei dem einen oder anderen Motiv darüber streiten, ob es für die fotografierten Babys angenehm war, aber die meisten Bilder sind einfach zuckersüß. Sofort kam der Wunsch auf, das Hobby Fotografieren wieder aufleben zu lassen um von meiner Kleinen wunderschöne Fotos machen zu können. Der Wunsch nach einer digitalen Spiegelreflexkamera war geboren.

Es blieb aber auch nur ein Wunsch. Nebst einem Umzug war ein Kinderzimmer auszustatten und ein wenig Geld für die Elternzeit zurück zu legen. Eine Spiegelreflexkamera war einfach nicht drin.

Zum Glück kam 2 Tage nach der Geburt eine professionelle Fotografin ins Krankenhaus. Bei einer Fotossession sind wirklich süße Bilder unserer Kleinen entstanden. Und eines dieser Fotos hätte ich gerne auf eine große Leinwand gehabt. Bei damals 100 Euro für die Leinwand war das aber einfach nicht drin. So blieb auch dieser Wunsch eben einfach nur ein Wunsch.

Wunsch Nummer 1 habe ich mir ja mittlerweile erfüllen können … eine Nikon D90 ist bei uns eingezogen. Etliche Fotos sind bereits entstanden (knapp 2000) … etliche davon nichts geworden … einige wenige aber durchaus brauchbar. Was liegt also näher als sich nun auch Wunsch Nummer 2 zu erfüllen … ein Foto auf Leinwand.

Und als ob sie Gedanken lesen konnte, schickte Kati von sonic grape gestern eine eMail mit einer besonderen Aktion von posterXXL herum. Ich darf den Service von posterXXL testen und ein Wunschbild in der Größe 40×30 auf Leinwand drucken lassen. Das finde ich super cool! Das Motiv steht auch schon fest: meine Tochter. Ich muss nur noch aus den knapp 1500 Bildern das Richtige finden :D Gar nicht so einfach. Sobald ich es aber gefunden haben und den Service testen konnte, werde ich über das Ergebnis berichten.

Übrigens, posterXXL bietet gerade eine Aktion zum Testen des Service an. Eine 20×30 Foto-Leinwand für 9,99 €! Einfach HIER klicken und zugreifen. Wer noch ein paar Infos zum Unternehmen haben will, kann einfach mal auf das obige Logo von posterXXL klicken.

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Fremdsprache

2. September 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Jeder weiß: Kinder lernen und begreifen am schnellsten … die meisten zumindest. Der kleine Kopf bzw. das kleine Gehirn sind ja auch darauf ausgelegt. Immerhin lernen sie erst die Welt so richtig kennen. Alles das, was wir als (V)Erwachsene für alltäglich halten und schon gar nicht mehr beachten, ist für ein Kind etwas zum beobachten, staunen und lernen.

Gerade diese Aufnahmefähigkeit führt auch dazu, dass einige davon überzeugt sind mit kleinen Kindern bereits Fremdsprachen zu lernen.

Es gibt zweisprachige Familien, bei denen das Kind später beide Sprachen fließend sprechen, lesen und schreiben kann. Das ist etwas, was in der heutigen Welt durchaus wichtig ist. Ob man aber nun über spezielle Kurse auch anderen Kindern, die eben einsprachige Eltern haben, anbieten muss, weiß ich nicht. Die Sinnhaftigkeit mag ich nicht zu beurteilen.

Letztendlich muss es aber ohnehin dem Kind Spaß machen. Zu einem Kurs quälen nur um des Lernen willens, ist nicht sinnvoll.

Wir haben uns bisher keine konkreten Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, dass mein Neffe damals einen solchen Kurs besucht hat. Geschadet hat es ihm nicht … ob er aber nun deshalb Vorteile in der Schule haben wird, wird sich erst noch zeigen.

Bezüglich Fremdsprachen bei Erwachsenen sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer so normal vor sich hin lebt und kein weiteres Gedächtnistraining absolviert, hat Schwierigkeiten neue Sprachen zu lernen … und das wird mit zunehmendem Alter immer schlimmer. Es gibt nur wenige Exemplare der Gattung Mensch, die zeigen, dass es auch im Alter Theoretisch möglich wäre.

Aber es gibt eine Fremdsprache, die auch Erwachsene lernen … und das sogar nebenbei und meistens ohne, dass es ihnen bewusst wird. Es betrifft vorrangig junge Eltern: Die Kleinkindsprache.

Irgendwann versucht das eigene Kind die Wörter, die es so tagtäglich hört, auszusprechen. Und meistens klappt das nicht so gut und das Wort klingt, wenn überhaupt, nur so ähnlich wie das, was gemeint war. Dennoch braucht das Kind nur 2-3-mal diesen Versuch wiederholen und schon haben die Eltern gelernt, was das Kind eigentlich will.

Und so passiert es oft im Alltag, dass das Kind den Eltern 2-3 Wörter an den Kopf schmeißt und sie sofort wissen was gemeint ist … selbst, wenn einige Kleinkindwörter untereinander ziemlich ähnlich klingen.

Wir merken das am eigenen Leib immer dann, wenn die Großeltern da sind, Xenia was erzählt und die Großeltern das Wort, weil falsch verstanden, falsch kommentieren und man als Eltern sofort die Großeltern korrigiert. Schließlich weiß man ja was das Kind wirklich sagen wollte.

Man muss als Eltern aufpassen nicht in diese Sprache zu tief reinzurutschen und das Kind dann mit diesen falschen Wörtern zu bestätigen. Hier ist eine Korrektur gefragt. Natürlich nicht auf die plumpe Art und Weise a la „Nein, das heißt soundso!“, sondern eher auf die bestätigende freundliche Art a la „Richtig! ein soundso!“. Das Kind fühlt sich bestätigt dass es etwas richtig erkannt hat und bekommt nebenbei auch gleich das Wort in der richtigen Aussprache beigebracht.

Bezüglich Xenia habe ich mal spaßeshalber eine weitere Blogseite eingerichtet, in der ich ihre Wörter und ihre Sprache aufliste. Wann immer was Neues hinzukommt, werde ich diese Liste ergänzen.

Diese Liste ist aber kein Anhaltspunkt dafür, was sie schon alles kann. Wörter die sie richtig ausspricht brauche ich nicht extra aufführen.

Habt ihr bei Euren Kindern oder Nichten und Neffen in der Sprachlernphase Wörter entdeckt, die ganz besonders lustig sind? Schreibt doch mal dazu einen Kommentar. Ich kann das dann ja mal, bei entsprechender Resonanz, als eigenständigen Artikel zusammenfassen.

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4-7 x am Tag

31. August 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Ja, ihr habt die Überschrift richtig gelesen … 4-7 x am Tag … und das Tag für Tag und Woche für Woche. Quasi das ganze Jahr über. Das ist eigentlich nicht die Norm und wird auch nicht empfohlen, aber bei uns ist das eben so.

Es gibt viele die es nur 2 x machen … und dann auch noch „schnell schnell“. Andere wiederum halten sich an die Empfehlung: 3 x ordentlich und 2 x ein Quickie sozusagen.

Es variiert eben. Hängt immer davon ab wie die Nacht und vor allem der Morgen verläuft bzw. was am Wochenende am Vormittag so passiert.

Ich rede hier selbstverständlich vom „Mahlzeiten zu sich nehmen“.

Inspiriert vom Artikel „Positive Essgewohnheiten entstehen in der Kindheit“ von Kat vom joomBee Blog machte ich mir mal so ein paar Gedanken wie es bei uns so abläuft … insbesondere in Bezug auf unsere Kleine.

Bezüglich des „Was“ brauchen wir uns glücklicherweise keine großen Gedanken zu machen. Zugegebener Maßen ist Xenia bei Obst in Bezug auf Vielfältigkeit noch etwas zurückhaltend, aber das was sie mag, isst sie gerne und, wenn vorhanden, auch in entsprechender Menge.

Bezüglich des „Wie viel“ funktioniert auch alles so, wie es sein soll … ist sie satt dann ist sie satt.
Obwohl … wenn ich mal etwas darüber nachdenke stimmt das nicht 100%tig. Es gibt schon Situationen wo sie augenscheinlich satt ist, wird ihr aber etwas Besonderes angeboten greift sie dennoch zu.
Bspw. beim Abendbrot. Da kann sie satt sein wie sie will … die Frage nach Joghurt oder Fruchtquark bejaht sie aber immer. Sie isst zugeben dann aber auch nicht immer alles auf und die Portionen sind ja auch nur Kinderportionen.

Bezüglich des „Wie oft“ gibt es bei uns aber schon ständig Situationen die der allgemeinen und schon angesprochenen Empfehlung von 5 Mahlzeiten widersprechen.

Ich will das mal anhand eines Kindergartentages darstellen.

Xenia wird von uns zwischen halb und um 8 in den KiGa gebracht. Frühstück findet dort um 8 statt, so dass Xenia im KiGa frühstücken kann.

Mittagessen wird da aber bereits um 11:00 Uhr serviert … einfach, damit die Kinder spätestens um 12:00 Uhr zum Mittagschlaf im Bett sind.

Der Zeitabstand zwischen Frühstück und Mittag ist ja eigentlich so in Ordnung, allerdings gibt es dazwischen die berühmte Obstpause. Das bedeutet, das die Kinder vormittags im Abstand von 1 ½ Stunden 3 Mahlzeiten zu sich nehmen.

Nach dem ca. 2stündigen Mittagsschlaf … also gegen 14:00 Uhr … ist Vesper angesagt. Oftmals etwas später, aber nicht sehr viel. Das heißt spätestens 15:00 Uhr sind bereits 4 der 5 Mahlzeiten im wahrsten Sinne des Wortes gegessen.

Bei uns gibt es für gewöhnlich um 18:00 Uhr rum Abendbrot … also 3 Stunden später … ein super Zeitabstand.

Allerdings zeigt sich, dass dies für unsere Kleine manchmal zu lang ist. Nicht nur das sie ja im KiGa an einen 1 ½ Stundenrhythmus gewöhnt wird, sie isst ja auch bei jeder Mahlzeit entsprechend viel / wenig, je nach dem wie satt sie noch ist.

So ist es bei uns (Un)sitte eine weitere Zwischenmahlzeit einzuführen. Das kann Obst (oder auch Obstmus) sein und manchmal (ja, ich gebe es ja zu) auch Gummibärchen oder Kekse (bezüglich Süßigkeiten werde ich mal einen anderen Artikel verfassen). Man merkt an ihrem Verhalten wie es abends ist, wenn sie diese Zwischenmahlzeit nicht bekommen hat … denn dann ist sie besonders anhänglich und weinerlich. Noch sagt sie ja nicht „Ich habe Hunger“.

Das heißt, wir sind dann schon bei insgesamt 6 Mahlzeiten pro Tag. Und wie kommt die 7te zustande? Es passiert sehr oft, das Xenia schon sehr früh ausgeschlafen hat … und mit früh meine ich zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr … also 2-3 Stunden vor dem KiGa Frühstück. Und auch hier zeigt sich an ihrem Verhalten das sie dann ein kleines Vorfrühstück benötigt.

Und schon sind Ruckzuck 7 Mahlzeiten zustande gekommen.

Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage wie es dann mal zu „nur“ 4 Mahlzeiten kommen kann.
Ganz einfach: das passiert nur am Wochenende. Hier versuchen wir es zeitlich so einzuteilen, dass es 5 Mahlzeiten werden. Gefrühstückt wird direkt nach dem Aufstehen. Mittag gibt es gegen 12:00 Uhr und dazwischen eine Obstpause. Vesper machen wir dann irgendwann nach dem Mittagsschlaf und dann bleibt ja nur noch Abendbrot. Alles so verteilt wie möglich.

Sind wir aber vormittags alle unterwegs, hat Xenia mal länger geschlafen und wir sind erst mittags zurück, dann fällt die Obstpause auch schon mal aus.

Einen richtigen Rhythmus und eine Gleichmäßigkeit gibt es also bei uns nicht. Muss es aber auch nicht. Wir kommen alle damit klar und unsere Kleine isst ja sowieso nur so viel bis sie satt ist. Danach tobt sie sich die Kalorien wieder runter :D

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Nein

13. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Die sprachliche Entwicklung, insbesondere das Verständnis der Bedeutung der einzelnen Worte, ist ein sehr spannendes Thema bei Kindern. Es macht viel Spaß zu beobachten wie aus einem einfach nachplappern ein konkretes und gezieltes Benutzen der Wörter wird.

Unsere Kleine kannte die Worte „Ja“ und „Nein“ schon sehr früh … vor allem „Nein“. Sie zeigte uns das immer damit das, sollte sie was gemacht haben was sie eigentlich nicht sollte, uns ganz frech angrinste und laut rief „Nein, nein, nein, nein“ und fröhlich weiter spielte.

Wir haben uns frühzeitig angewöhnt sie in Entscheidungsprozesse, die ihre noch kleine Welt betrafen, einzubeziehen um ihr zu zeigen, dass sie nicht alles von uns vorbestimmt bekommt: „Möchtest Du noch einen Joghurt“ oder „Möchtest Du dieses oder das andere Buch als Gute-Nacht-Geschichte gelesen bekommen“ etc.

Am Anfang war, insbesondere wenn es zwischen 2 Dingen zu wählen gab, natürlich keine bedachte Absicht dahinter … sie hat halt auf eines der Beiden mit dem Finger rauf getippt und das war’s. Und bei allen anderen Dingen kam immer ein „Ja“ aus ihrem Mund.

Mit der Zeit aber merkte man, dass sie sehr wohl zu unterscheiden wusste. Bei allem was sie kannte und auch wollte oder bei allem, mit dem sie noch nichts anzufangen wusste, brachte sie ein beherztes „Ja“ raus … bei allem anderen schüttelte sie den Kopf.

Was jetzt noch fehlte war, das sie das Wort „Nein“ an Stelle des Kopfschüttelns aussprach. Also trainierten wir das :D .

Mittlerweile unterscheidet sie viel differenzierter zwischen Dingen die sie mag und nicht mag und sagt konkret „Ja“ und „Nein“.

Heute morgen hat sie auch ganz genau gewußt was sie will und was nicht:

Xenia, kommst Du Zähne putzen!
Nein!

Xenia, bitte komme Zähne putzen, das ist wichtig!
Nein!

Xenia, bringst Du bitte Deinen Teddy und Deinen Nuckel ins Schlafzimmer und legst sie in Dein Bettchen?
Nein!

Bitte, Xenia … wir wollen doch los zum Kindergarten.
Nein!

Xenia, läufst Du zum Kindergarten?
Nein!

Xenia, wir müssen doch noch Deine Hausschuhe anziehen bevor Du in den Raum kannst.
Nein!

Gibst Du mir noch ein Tschüß-Küsschen?
Nein!

Bitte, sag mir doch noch Tschüß, ich muss zur Arbeit.
Nein!

Super heute morgen. Xenia hat wohl beschloßen sich einen „Nein-Sage-Tag“ zu gönnen. Mal sehen wie es im Kindergarten ist. Obwohl sie scheinbar im KiGa ein ganz anderer Mensch zu sein scheint … jedenfalls bekommen wir im Verhaltensmuster berichtet die wir so daheim noch nicht erlebt haben.

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Fünf-Cent Türöffner

2. Juli 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Wir haben jetzt Fünf-Cent Türöffner! Brauchen wir jetzt auch. Ohne 5 Cent in der Tasche bekommen wir die Türen nicht mehr auf!

Neulich waren wir bei meiner Schwester zum Geburtstagsfrühstück. 40 Jahre alt ist sie geworden. Schwesterherz, falls Du mitliest: 40! Ich wollte es Dir noch mal gesagt haben. Ich hoffe Du hast Du Dir mal die Zahl durch den Kopf gehen lassen?

Als ich mit ihr an ihrem eigentlichen Geburtstag telefonierte, sagte sie zu mir, dass eine ihrer Kolleginnen den 50ten furchtbar findet. Warum den 50ten? Ich kann es mir schon denken. Viele assoziieren 50 (da die Hälfte von 100) mit „ich habe die Hälfte meines Lebens hinter mir“ oder „ich habe nur noch die Hälfte vor mir“.

Klar gibt es Menschen die durchaus 100 Jahre und Älter werden, aber die Regel ist das nicht. Insofern hat man mit 50 doch sogar schon mehr als die Hälfte hinter sich gebracht! Da darf man bei 40 durchaus schon mal deprimiert sein.

Wie auch immer, dieses Geburtstagsfrühstück fand auf dem Gelände der „Gärten der Welt“ in Berlin statt. Ein dort ansässiges Cafe (hatte irgendwie einen französischen Namen) hatte dort das Catering arrangiert und extra für uns alle einen Bereich auf einer großen Wiese abgetrennt. War super schön.

Schön war auch Xenia zu beobachten, denn sie lief dort ganz Neugierig und Stolz alleine herum um sich alles genau anzuschauen. Natürlich hatten wir sie dabei immer beobachtet um im Falle des Falles schnell hinlaufen zu können. Ich denke aber, das sie es mal genossen hat ohne Eltern herumspazieren zu können.

Meine Schwester meinte dann später, das Xenia irgendwie erwachsener wirkt. Sie sieht nun endlich aus wie ein kleiner Mensch (für mich sah sie schon immer wie ein Mensch aus). Groß sei sie geworden.

Und hier habe ich nun endlich, nach einer langen Einleitung, das Stichwort gefunden. Groß!

Ja, größer ist sie geworden … und selbständiger. Ich bin manchmal ganz erstaunt wie selbständig sie mit ihren 19 Monaten schon ist. Sie will das meiste alleine machen, überall helfen und spielt auch schon mal ein paar Minuten für sich selbst. Vor allem spielt sie natürlich mit Dingen, die nicht unbedingt ein Spielzeug sind.

Und da kommt ihre Größe wieder ins Spiel: Denn sie ist nun bereits so groß geworden, das sie an die Türklinken kommt und die Türen aufmacht. Da kann es schon mal passieren dass sie einfach in die Küche trabt und den Herd anstellt. Oder sie geht in das Arbeitszimmer und räumt alle Schubfächer aus. Gerne geht es auch in das Gäste-WC um alleine auf ihrem Tritt die Hände zu waschen. Oder aber sie geht in das große Bad und spielt mit der Waschmaschine, dem Toilettenpapierhalter, der Spülung und der WC-Bürste. Bei uns ganz besonders beliebt: mit gebrauchten und ursprünglich weggeworfenen Ohrenstäbchen herumlaufen … lecker.

Was bleibt uns also erst mal anders übrig als die Türen abzuschließen damit sie in die Räume nur unter Aufsicht rein kann? Insbesondere dann, wenn das obligatorische „Nein“ und die Erklärungen sie einfach nicht interessieren. Sie grinst dann nur ganz frech, ruft laut „Nein Nein“ und probiert es erneut (und da soll man selbst ernst bleiben?).

Und bei den beiden WC-Türen geht das eben nur mit einen 5 Eurocent Stück, denn beide Türen sind mit speziellen WC-Garnituren ausgestattet, die von Innen nur noch einen Drehknauf haben. Von außen lässt sich dieser Drehknauf über den Schlitz nur mit einem 5-Cent dünnen Plättchen bedienen.

Also haben wir im Flur fortan griffbereit ein 5-Cent Stück und die Schlüssel der anderen Türen liegen.

Blöd ist das irgendwie. Man denkt nicht immer dran und läuft regelmäßig gegen die verschlossene Tür. Besonders doof, wenn man gerade schön viel Schwung drauf hatte :D

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Schlafzimmerblick II

19. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Schon komisch. Noch vor ein paar Tagen berichtete ich darüber, wie schwierig es ist Xenia ins Bett zu bringen und zum Schlafen zu bewegen und just in dem Moment gibt es eine Wende.

Der Artikel entstand genau zu der Zeit, als wir im Urlaub waren. Wir hatten für Xenia natürlich ihr Reisebett mit.

Die ersten 2-3 Tage hatte sie noch mit im dortigen Ehebett geschlafen … was aber extrem ätzend war. Das Bett war nämlich schmaler als unseres und so hatte jeder von uns kaum Platz um bequem schlafen zu können.

Und dann fingen wir wieder damit an Xenia in ihrem Bett schlafen zu lassen … und zwar so, das sie alleine war. Zum Mittagsschlaf gab es nur einen Kuss, ein „Hab-Dich-Lieb“ und das war’s … zum Abend natürlich das komplette Programm.

Und was soll ich sagen … ohne Probleme. Man hörte sie dann zwar öfter noch vor sich hin brabbeln, aber es gab kein Gemeckere, Geschreie oder Geweine mehr. Erstaunlich!

Meine Frau hatte schon überlegt ob wir das Reisebett nicht auch zu Hause verwenden sollen. Ich bin dagegen, denn das Bett ist kleiner als ihr eigentliches Kinderbett und sicher nicht als Dauerlösung gedacht.

Wir haben ja nun die Hoffnung dass es zu Hause auch so funktioniert. Xenia darf ja, wenn sie noch nicht schlafen will, gerne noch reden und mit ihrem Teddy, ihrer Spieluhr und ihrem Buch spielen bis sie einschläft … aber Terror sollte es keinen mehr geben. Mal schauen, heute ist die erste Nacht wo sie wieder in ihrem Bett schlafen kann … ich werde berichten.

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Kuschelig

16. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Ich behaupte mal kühn, jedes Kind hat ein Lieblingskuscheltier. Dieses Kuscheltier hat auch im Herzen des Kindes Platz 1 eingenommen … noch vor Mama und Papa. Wer sich an seine eigene Kindheit zurückerinnert wird mich bestätigen. Das Kuscheltier war erste Anlaufstelle, wenn man mal Kummer hatte. Und auch beim Einschlafen hat es immer geholfen. Ohne ging gar nicht.

Na, welches Kuscheltier hattet ihr?

Ich hatte einen Teddy, und der lebt immer noch. Zwar nicht mehr bei mir, aber bei meinen Eltern … mehrfach geflickt und mit mittlerweile angenähten Augen.

Aber wie kommt man dazu gerade dieses eine Kuscheltier als sein Lieblingskuscheltier anzusehen? Wird das durch die Eltern beeinflusst? Sucht sich das Kind das selber aus? Und wenn es sich das selber aussucht, muss es doch auch erst mal eine Auswahl gehabt haben, die die Eltern bestimmt hatten.

Ich hatte mal gelesen, dass man Kindern ab einem Jahr 2-3 Kuscheltiere ins Bett legen sollte damit es sich daraus das Liebste aussuchen kann. Erst mit einem Jahr kam daher, weil das Kuscheltier eben nur mit dem Bett in Verbindung gebracht wurde und bei Kindern unter einem Jahr das Risiko des plötzlichen Kindstodes bei einem kuscheligen Gefährten zu groß ist.

Bei unserer Kleinen war das anders. Ausgesucht hat sie sich ihren Teddy nicht. Wir haben ihn ausgesucht und ihr gegeben.

Es ist ein kleiner „Winnie-the-Pooh“ Bär. Anfangs hatte sie ihn nicht so sehr beachtet, aber als wir ihn dann auch nachts mitgegeben hatten, wuchs er ihr ans Herz. Da waren wir dann auch froh darüber, das eine gute Freundin aufgrund des Blog-Artikels „?PIP?“ einen weiteren völlig identischen Teddy mitbrachte. Denn damit hatten wir dann ihr Lieblingskuscheltier auch für den Kindergarten zur Verfügung.

Es gab mal im Supermarkt die Figuren aus dem Winnie Universum als Kuscheltiere im Angebot. Der Pooh-Bär war etwas größer und flauschiger als den, den Xenia bisher hat. So kaufte meine Frau einen für unsere Prinzessin.

Es war klar dass dieser den Rang dem kleinen Teddy nicht abringen konnte. Aber er hat dennoch einen Platz in ihrem Herz bekommen. Immer dann, wenn wir mit ihr das Haus verlassen (besonders bei Autofahrten), dann legt Xenia den kleinen Teddy auf ihrem Spielteppich ab und verlangt den Großen. Sind wir zu Hause und sie braucht ihren Teddy, dann darf es nur der Kleine sein. Der Große ist also zu ihrem Reiseteddy mutiert und der Kleine ihr Haus- und Schlafteddy.

Ist das bei Euren Kindern auch so?

Ich finde das schon irgendwie spannend. Klar haben wir sicher dazu beigetragen, in dem wir Unterwegs eben nur ihren großen Teddy bei hatten, aber sie hat es auch ohne Probleme angenommen. Für sie gibt es da ganz klar eine Trennung. Also kann man nicht unbedingt davon reden das sie „ein“ Lieblingskuscheltier hat.

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Schlafzimmerblick

12. Juni 2009 Schmidtie 2 Kommentare

So, es wird mal wieder Zeit etwas ausführlicher auf ein Thema in Bezug auf unsere Kleine einzugehen. Diesmal ist das Schlafen bzw. das Ein- und Schlafverhalten dran. Ich werde dazu auch noch mal Vergangenes aus alten Artikeln kurz zusammenfassend Beschreiben, damit die Zusammenhänge zur aktuellen Situation besser hergestellt werden können.

Der allgemeinen Empfehlung entsprechend hatte unsere Tochter von Geburt an (bis auf wenige Ausnahmewochen) in ihrem eigenen Bett aber in unserem Schlafzimmer geschlafen. Sie hatte sich recht schnell daran gewöhnt, so dass wir eigentlich keine größeren Schwierigkeiten hatten. „Familienbett“ kam für uns nie in Frage. Einerseits, weil wir unseren Platz im Bett brauchten und Angst hatten, das wir mal über Xenia drüberrollen oder ihr anderweitig weh tun und andererseits, weil meine Schwester mit ihrem Sohn das perfekte negative Beispiel war. Der (nun nicht mehr ganz so) Kleine hat ewig im Elternbett geschlafen und wollte das auch nicht anders. Immer musste auch ein Elternteil mit ihm ins Bett gehen bis er eingeschlafen war. Konnte man ihm lange nicht abgewöhnen.

Im Herbst letzten Jahres meinte meine Frau mit dem Projekt „Kind im eigenen Kinderzimmer“ starten zu müssen und schob das Kinderbett einfach rüber in das Kinderzimmer. Als ich von Arbeit nach Hause kam, stand ich vor vollendeten Tatsachen.

Dabei war ich gar nicht mal damit so einverstanden.

Ich hatte mich nicht nur sehr daran gewöhnt Xenias nächtliche Geräuschkulisse um mich herum zu haben, nein, es hatte vor allem einen anderen Grund: meine Muffeligkeit.
Wenn ich müde bin und schlafen will, aber nachts aus dem Schlaf gerissen werde, bin ich schnell gereizt und habe absolut keine Geduld. Und hier lag ja die Gefahr. Wenn die Kleine nachts schreiend wach werden würde (was ja unterschiedliche Gründe haben kann) und ich dann ausgerechnet „Nachtschicht“ haben würde, dann wäre das keine Freude für die Kleine gewesen, wenn ich erst noch durch die Wohnung Richtung Kinderzimmer schlurfen müsste um sie dann erst beruhigen zu können. Schon gar nicht, wenn wir das Schreien erst über das Babyfon hören, welches erst ab einem gewissen Grad an Lautstärke reagiert. Spätestens dann hätte Xenia sich nämlich bereits ausreichend Wach geschrien und wäre um so schwerer wieder zum Schlafen zu bewegen gewesen.

Aber ich musste da durch, meine Frau hatte das entschieden und dieses Experiment konnte beginnen.

Es kam natürlich auch genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Xenia schrie sich wach und ich saß mit ihr auf dem Wippstuhl daneben und war richtig gereizt. Ich habe es sie aber versucht nicht spüren zu lassen … man sagt ja immer, dass Kinder die Stimmung der Eltern spüren. Dennoch war es jedes Mal extrem nervig und eine Probe meines Gemüts eben diese Gereiztheit Xenia gegenüber nicht zu zeigen.

Lange hatte dieses Experiment dann aber nicht gedauert und Xenia schlief wieder in unserem Zimmer. Inkonsequent? Mag sein, aber wir hatten auch einen Grund: Xenia war krank … und wer die Artikelserie Neverending Story kennt weiß, das sich ihr Gesundheitszustand ja bis dato nicht besserte. Dadurch dass sie immer wieder eine verstopfte Nase hatte und viel husten musste, war das für uns eine Erleichterung dass sie in unserem Zimmer geschlafen hatte. Denn so ist sie sehr oft wach geworden und hatte insbesondere auf Grund der Hustenanfälle immer viel geschrien.

Das Kinderbett steht nun immer noch in unserem Zimmer, wird aber nur selten genutzt. Klingt merkwürdig? Nun, die Erklärung kommt jetzt:

Es gab plötzlich zunehmend Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Trotz festem Ritual und festen Zeiten wollte Xenia partout nicht einschlafen. Sie jammerte ständig und quetschte sich so manche Träne raus.

Wie verhält man sich hier? Das ist gar nicht so einfach. Meine Frau war und ist von der Idee des Buches „Jedes Kind kann schlafen lernen“ überzeugt. Kind 5 Minuten schreien lassen, wieder rein zum Beruhigen und zeigen, das man als Eltern noch da ist, dann für 7 Minuten raus und das Kind wieder schreien lassen, wieder rein usw. Quasi die zeitlichen Abstände zwischen den Beruhigungsversuchen immer länger werden lassen.

Ich konnte diese Methode von Anfang an nicht leiden. Mir tat und tut das Herz weh wenn sie so schreit. Mir ist zwar klar, das Kinder frühzeitig ihre Eltern austesten wie weit sie gehen können und bei Xenia war das auch oftmals kein richtiges weinen sondern nur ein Versuch uns wieder ins Zimmer kommen zu lassen, aber mein Herz meint nach wie vor das dieses Schreien, egal welchen Grund es hatte, nicht richtig ist.

So habe ich, wenn man der Meinung meiner Frau folgt, einen großen Fehler begangen: Ich habe Xenia mit in unser Ehebett genommen … und das nicht nur einmal. Regelmäßig. Es war für mich und Xenia einfach schön gemeinsam im Bett nebeneinander einzuschlafen und die Nähe des anderen zu spüren.

Plötzlich war und ist das Familienbett gar nichts Schlimmes mehr. Die vielen Ängste und schlechten Beispiele vorher waren Schall und Rauch. Meine Einstellung änderte sich zu „Pro Familienbett“.

Klar, jeder von uns hat insgesamt weniger Platz als vorher, aber man gewöhnt sich an alles. Oder sollte ich sagen, ich gewöhne mich an alles? Meiner Frau gefällt die Sache nämlich nach wie vor nicht … sie hat sich aber scheinbar damit arrangiert.

Eigentlich könnte man nun sagen „Ist doch alles schick, wenn es Euch gefällt“. Ja, eigentlich, aber alles verändert sich irgendwie.

Xenia macht wieder Probleme beim Einschlafen.

Egal wie sehr wir versuchen sie Nachmittags auszupowern (und das ist bei dem quirligen Charakter durchaus nötig) und egal wie müde sie zu sein scheint: ist sie im Bett meint sie das nun die Tobezeit auf den Matratzen beginnen kann.
Die Tatsache, dass die Fenster des Schlafzimmers in westlicher Richtung liegen und dadurch die Sonne und Helligkeit bis in den späten Abendstunden das Zimmer durchfluten, begünstigt das Verhalten von Xenia. Es ist jetzt nicht so, dass sie bei Helligkeit nicht schlafen könnte … den Mittagsschlaf macht sie ja auch nicht anders … aber abends suggeriert sie die Helligkeit mit Spielzeit.

Das Blöde ist aber eigentlich, das sie dabei auch die Angewohnheit hat mal aus dem Bett zu steigen und im Schlafzimmer Chaos anzurichten. Das Toben allein wäre ja sonst nicht so tragisch. Könnte man sie hinlegen und irgendwann käme sie zur Ruhe. Aber so geht das nicht, mal ganz davon abgesehen das sie auch mittlerweile erwartet das jemand von uns mit ins Bett kommt.

Bis Xenia dann endlich schläft können durchaus mal 1-1 1/2 Stunden vergehen. Und dann ist es meistens so spät, das man selber keine Lust mehr hat noch irgendwie einem Hobby nachzugehen. Also ist der ganze Abend dahin.
Das ist auf Dauer nicht sehr zufrieden stellend.

Also probiert meine Frau wieder die „Jedes Kind kann Schlafen lernen“ Methode um Xenia wieder an ihr Bett zu gewöhnen. Und ich muss mich dann steht’s irgendwo verkrümeln, damit ich das Geschreie nicht höre. Nur funktioniert diese Methode nicht (mehr?) wirklich. Xenia schreit sich dann irgendwann so in Extase, das sie richtig anfängt zu weinen und nur schwer wieder zu beruhigen ist. Also legt sich letztendlich doch wieder einer von uns mit ihr hin.

Ich muss zugeben keine Ahnung mehr zu haben was nun richtig und was falsch ist. Mein Herz sagt so mein Verstand so. Ich will nicht bestreiten den Fehler mit dem Ehebett begangen zu haben. Ich gebe auch zu es zwar sehr zu genießen aber auch zu bereuen. Insbesondere wenn es darum geht, das man ja nur abends wenige Stunden für Hobbys zur Verfügung hat und es extrem ärgerlich ist, diese dann bereits zwangsweise im Bett verbringen zu müssen.

Ich weiß auch nicht ob und wie wir eventuell das Abendritual ändern sollten, damit das mit dem Einschlafen vielleicht besser klappt.

Vielleicht hat ja jemand von Euch noch ein paar Tipps und Ideen.

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