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Artikel Tagged ‘Entwicklung’

Kindermund (1)

8. Januar 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wow, nach 2 1/2 Monaten mal wieder ein Artikel?

Ja, denn ich habe unseren Blog noch nicht aufgegeben. Warum er nicht mehr befüllt wurde, hatte ich schon geschrieben. Und wenn ich mir meine Neujahrsvorhaben so anschaue, dann wird sich eventuell auch nicht viel ändern. Eventuell bekomme ich es aber hin mal ab und zu wenigstens einen kurzen Artikel online zu stellen. Die vergangenen Monate werde ich aber vermutlich nicht aufarbeiten (obwohl Xenias 2. Geburtstag und ihr erstes richtiges Weihnachten war).

Die sprachliche Entwicklung unserer Kleinen geht immer schneller und besser voran. Ganze Sätze (auch wenn der Satzbau natürlich noch stark ausbaufähig ist) werden von ihr immer mehr versucht. So ist es klar, das sich ab jetzt auch sicher öfter lustige Begebenheiten entwickeln werden.

So auch diese Woche nach einem Einkauf. Wir stehen an unserem Auto und wollen es beladen … Xenia sitzt noch im Einkaufswagen und beobachten das Geschehen drum herum:

Xenia (X): Oh, da ein Hatze!
Wir (W): Was hast Du gesehen?

X: Hatze.
W: Ein Hase?

X: Nein, Hatze.
W: Ach so, eine Katze!

X: NEIN … EIN HUND!

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Fremdsprache

2. September 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Jeder weiß: Kinder lernen und begreifen am schnellsten … die meisten zumindest. Der kleine Kopf bzw. das kleine Gehirn sind ja auch darauf ausgelegt. Immerhin lernen sie erst die Welt so richtig kennen. Alles das, was wir als (V)Erwachsene für alltäglich halten und schon gar nicht mehr beachten, ist für ein Kind etwas zum beobachten, staunen und lernen.

Gerade diese Aufnahmefähigkeit führt auch dazu, dass einige davon überzeugt sind mit kleinen Kindern bereits Fremdsprachen zu lernen.

Es gibt zweisprachige Familien, bei denen das Kind später beide Sprachen fließend sprechen, lesen und schreiben kann. Das ist etwas, was in der heutigen Welt durchaus wichtig ist. Ob man aber nun über spezielle Kurse auch anderen Kindern, die eben einsprachige Eltern haben, anbieten muss, weiß ich nicht. Die Sinnhaftigkeit mag ich nicht zu beurteilen.

Letztendlich muss es aber ohnehin dem Kind Spaß machen. Zu einem Kurs quälen nur um des Lernen willens, ist nicht sinnvoll.

Wir haben uns bisher keine konkreten Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, dass mein Neffe damals einen solchen Kurs besucht hat. Geschadet hat es ihm nicht … ob er aber nun deshalb Vorteile in der Schule haben wird, wird sich erst noch zeigen.

Bezüglich Fremdsprachen bei Erwachsenen sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer so normal vor sich hin lebt und kein weiteres Gedächtnistraining absolviert, hat Schwierigkeiten neue Sprachen zu lernen … und das wird mit zunehmendem Alter immer schlimmer. Es gibt nur wenige Exemplare der Gattung Mensch, die zeigen, dass es auch im Alter Theoretisch möglich wäre.

Aber es gibt eine Fremdsprache, die auch Erwachsene lernen … und das sogar nebenbei und meistens ohne, dass es ihnen bewusst wird. Es betrifft vorrangig junge Eltern: Die Kleinkindsprache.

Irgendwann versucht das eigene Kind die Wörter, die es so tagtäglich hört, auszusprechen. Und meistens klappt das nicht so gut und das Wort klingt, wenn überhaupt, nur so ähnlich wie das, was gemeint war. Dennoch braucht das Kind nur 2-3-mal diesen Versuch wiederholen und schon haben die Eltern gelernt, was das Kind eigentlich will.

Und so passiert es oft im Alltag, dass das Kind den Eltern 2-3 Wörter an den Kopf schmeißt und sie sofort wissen was gemeint ist … selbst, wenn einige Kleinkindwörter untereinander ziemlich ähnlich klingen.

Wir merken das am eigenen Leib immer dann, wenn die Großeltern da sind, Xenia was erzählt und die Großeltern das Wort, weil falsch verstanden, falsch kommentieren und man als Eltern sofort die Großeltern korrigiert. Schließlich weiß man ja was das Kind wirklich sagen wollte.

Man muss als Eltern aufpassen nicht in diese Sprache zu tief reinzurutschen und das Kind dann mit diesen falschen Wörtern zu bestätigen. Hier ist eine Korrektur gefragt. Natürlich nicht auf die plumpe Art und Weise a la „Nein, das heißt soundso!“, sondern eher auf die bestätigende freundliche Art a la „Richtig! ein soundso!“. Das Kind fühlt sich bestätigt dass es etwas richtig erkannt hat und bekommt nebenbei auch gleich das Wort in der richtigen Aussprache beigebracht.

Bezüglich Xenia habe ich mal spaßeshalber eine weitere Blogseite eingerichtet, in der ich ihre Wörter und ihre Sprache aufliste. Wann immer was Neues hinzukommt, werde ich diese Liste ergänzen.

Diese Liste ist aber kein Anhaltspunkt dafür, was sie schon alles kann. Wörter die sie richtig ausspricht brauche ich nicht extra aufführen.

Habt ihr bei Euren Kindern oder Nichten und Neffen in der Sprachlernphase Wörter entdeckt, die ganz besonders lustig sind? Schreibt doch mal dazu einen Kommentar. Ich kann das dann ja mal, bei entsprechender Resonanz, als eigenständigen Artikel zusammenfassen.

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Nein

13. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Die sprachliche Entwicklung, insbesondere das Verständnis der Bedeutung der einzelnen Worte, ist ein sehr spannendes Thema bei Kindern. Es macht viel Spaß zu beobachten wie aus einem einfach nachplappern ein konkretes und gezieltes Benutzen der Wörter wird.

Unsere Kleine kannte die Worte „Ja“ und „Nein“ schon sehr früh … vor allem „Nein“. Sie zeigte uns das immer damit das, sollte sie was gemacht haben was sie eigentlich nicht sollte, uns ganz frech angrinste und laut rief „Nein, nein, nein, nein“ und fröhlich weiter spielte.

Wir haben uns frühzeitig angewöhnt sie in Entscheidungsprozesse, die ihre noch kleine Welt betrafen, einzubeziehen um ihr zu zeigen, dass sie nicht alles von uns vorbestimmt bekommt: „Möchtest Du noch einen Joghurt“ oder „Möchtest Du dieses oder das andere Buch als Gute-Nacht-Geschichte gelesen bekommen“ etc.

Am Anfang war, insbesondere wenn es zwischen 2 Dingen zu wählen gab, natürlich keine bedachte Absicht dahinter … sie hat halt auf eines der Beiden mit dem Finger rauf getippt und das war’s. Und bei allen anderen Dingen kam immer ein „Ja“ aus ihrem Mund.

Mit der Zeit aber merkte man, dass sie sehr wohl zu unterscheiden wusste. Bei allem was sie kannte und auch wollte oder bei allem, mit dem sie noch nichts anzufangen wusste, brachte sie ein beherztes „Ja“ raus … bei allem anderen schüttelte sie den Kopf.

Was jetzt noch fehlte war, das sie das Wort „Nein“ an Stelle des Kopfschüttelns aussprach. Also trainierten wir das :D .

Mittlerweile unterscheidet sie viel differenzierter zwischen Dingen die sie mag und nicht mag und sagt konkret „Ja“ und „Nein“.

Heute morgen hat sie auch ganz genau gewußt was sie will und was nicht:

Xenia, kommst Du Zähne putzen!
Nein!

Xenia, bitte komme Zähne putzen, das ist wichtig!
Nein!

Xenia, bringst Du bitte Deinen Teddy und Deinen Nuckel ins Schlafzimmer und legst sie in Dein Bettchen?
Nein!

Bitte, Xenia … wir wollen doch los zum Kindergarten.
Nein!

Xenia, läufst Du zum Kindergarten?
Nein!

Xenia, wir müssen doch noch Deine Hausschuhe anziehen bevor Du in den Raum kannst.
Nein!

Gibst Du mir noch ein Tschüß-Küsschen?
Nein!

Bitte, sag mir doch noch Tschüß, ich muss zur Arbeit.
Nein!

Super heute morgen. Xenia hat wohl beschloßen sich einen „Nein-Sage-Tag“ zu gönnen. Mal sehen wie es im Kindergarten ist. Obwohl sie scheinbar im KiGa ein ganz anderer Mensch zu sein scheint … jedenfalls bekommen wir im Verhaltensmuster berichtet die wir so daheim noch nicht erlebt haben.

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Fünf-Cent Türöffner

2. Juli 2009 Schmidtie 1 Kommentar

Wir haben jetzt Fünf-Cent Türöffner! Brauchen wir jetzt auch. Ohne 5 Cent in der Tasche bekommen wir die Türen nicht mehr auf!

Neulich waren wir bei meiner Schwester zum Geburtstagsfrühstück. 40 Jahre alt ist sie geworden. Schwesterherz, falls Du mitliest: 40! Ich wollte es Dir noch mal gesagt haben. Ich hoffe Du hast Du Dir mal die Zahl durch den Kopf gehen lassen?

Als ich mit ihr an ihrem eigentlichen Geburtstag telefonierte, sagte sie zu mir, dass eine ihrer Kolleginnen den 50ten furchtbar findet. Warum den 50ten? Ich kann es mir schon denken. Viele assoziieren 50 (da die Hälfte von 100) mit „ich habe die Hälfte meines Lebens hinter mir“ oder „ich habe nur noch die Hälfte vor mir“.

Klar gibt es Menschen die durchaus 100 Jahre und Älter werden, aber die Regel ist das nicht. Insofern hat man mit 50 doch sogar schon mehr als die Hälfte hinter sich gebracht! Da darf man bei 40 durchaus schon mal deprimiert sein.

Wie auch immer, dieses Geburtstagsfrühstück fand auf dem Gelände der „Gärten der Welt“ in Berlin statt. Ein dort ansässiges Cafe (hatte irgendwie einen französischen Namen) hatte dort das Catering arrangiert und extra für uns alle einen Bereich auf einer großen Wiese abgetrennt. War super schön.

Schön war auch Xenia zu beobachten, denn sie lief dort ganz Neugierig und Stolz alleine herum um sich alles genau anzuschauen. Natürlich hatten wir sie dabei immer beobachtet um im Falle des Falles schnell hinlaufen zu können. Ich denke aber, das sie es mal genossen hat ohne Eltern herumspazieren zu können.

Meine Schwester meinte dann später, das Xenia irgendwie erwachsener wirkt. Sie sieht nun endlich aus wie ein kleiner Mensch (für mich sah sie schon immer wie ein Mensch aus). Groß sei sie geworden.

Und hier habe ich nun endlich, nach einer langen Einleitung, das Stichwort gefunden. Groß!

Ja, größer ist sie geworden … und selbständiger. Ich bin manchmal ganz erstaunt wie selbständig sie mit ihren 19 Monaten schon ist. Sie will das meiste alleine machen, überall helfen und spielt auch schon mal ein paar Minuten für sich selbst. Vor allem spielt sie natürlich mit Dingen, die nicht unbedingt ein Spielzeug sind.

Und da kommt ihre Größe wieder ins Spiel: Denn sie ist nun bereits so groß geworden, das sie an die Türklinken kommt und die Türen aufmacht. Da kann es schon mal passieren dass sie einfach in die Küche trabt und den Herd anstellt. Oder sie geht in das Arbeitszimmer und räumt alle Schubfächer aus. Gerne geht es auch in das Gäste-WC um alleine auf ihrem Tritt die Hände zu waschen. Oder aber sie geht in das große Bad und spielt mit der Waschmaschine, dem Toilettenpapierhalter, der Spülung und der WC-Bürste. Bei uns ganz besonders beliebt: mit gebrauchten und ursprünglich weggeworfenen Ohrenstäbchen herumlaufen … lecker.

Was bleibt uns also erst mal anders übrig als die Türen abzuschließen damit sie in die Räume nur unter Aufsicht rein kann? Insbesondere dann, wenn das obligatorische „Nein“ und die Erklärungen sie einfach nicht interessieren. Sie grinst dann nur ganz frech, ruft laut „Nein Nein“ und probiert es erneut (und da soll man selbst ernst bleiben?).

Und bei den beiden WC-Türen geht das eben nur mit einen 5 Eurocent Stück, denn beide Türen sind mit speziellen WC-Garnituren ausgestattet, die von Innen nur noch einen Drehknauf haben. Von außen lässt sich dieser Drehknauf über den Schlitz nur mit einem 5-Cent dünnen Plättchen bedienen.

Also haben wir im Flur fortan griffbereit ein 5-Cent Stück und die Schlüssel der anderen Türen liegen.

Blöd ist das irgendwie. Man denkt nicht immer dran und läuft regelmäßig gegen die verschlossene Tür. Besonders doof, wenn man gerade schön viel Schwung drauf hatte :D

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Kuschelig

16. Juni 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Ich behaupte mal kühn, jedes Kind hat ein Lieblingskuscheltier. Dieses Kuscheltier hat auch im Herzen des Kindes Platz 1 eingenommen … noch vor Mama und Papa. Wer sich an seine eigene Kindheit zurückerinnert wird mich bestätigen. Das Kuscheltier war erste Anlaufstelle, wenn man mal Kummer hatte. Und auch beim Einschlafen hat es immer geholfen. Ohne ging gar nicht.

Na, welches Kuscheltier hattet ihr?

Ich hatte einen Teddy, und der lebt immer noch. Zwar nicht mehr bei mir, aber bei meinen Eltern … mehrfach geflickt und mit mittlerweile angenähten Augen.

Aber wie kommt man dazu gerade dieses eine Kuscheltier als sein Lieblingskuscheltier anzusehen? Wird das durch die Eltern beeinflusst? Sucht sich das Kind das selber aus? Und wenn es sich das selber aussucht, muss es doch auch erst mal eine Auswahl gehabt haben, die die Eltern bestimmt hatten.

Ich hatte mal gelesen, dass man Kindern ab einem Jahr 2-3 Kuscheltiere ins Bett legen sollte damit es sich daraus das Liebste aussuchen kann. Erst mit einem Jahr kam daher, weil das Kuscheltier eben nur mit dem Bett in Verbindung gebracht wurde und bei Kindern unter einem Jahr das Risiko des plötzlichen Kindstodes bei einem kuscheligen Gefährten zu groß ist.

Bei unserer Kleinen war das anders. Ausgesucht hat sie sich ihren Teddy nicht. Wir haben ihn ausgesucht und ihr gegeben.

Es ist ein kleiner „Winnie-the-Pooh“ Bär. Anfangs hatte sie ihn nicht so sehr beachtet, aber als wir ihn dann auch nachts mitgegeben hatten, wuchs er ihr ans Herz. Da waren wir dann auch froh darüber, das eine gute Freundin aufgrund des Blog-Artikels „?PIP?“ einen weiteren völlig identischen Teddy mitbrachte. Denn damit hatten wir dann ihr Lieblingskuscheltier auch für den Kindergarten zur Verfügung.

Es gab mal im Supermarkt die Figuren aus dem Winnie Universum als Kuscheltiere im Angebot. Der Pooh-Bär war etwas größer und flauschiger als den, den Xenia bisher hat. So kaufte meine Frau einen für unsere Prinzessin.

Es war klar dass dieser den Rang dem kleinen Teddy nicht abringen konnte. Aber er hat dennoch einen Platz in ihrem Herz bekommen. Immer dann, wenn wir mit ihr das Haus verlassen (besonders bei Autofahrten), dann legt Xenia den kleinen Teddy auf ihrem Spielteppich ab und verlangt den Großen. Sind wir zu Hause und sie braucht ihren Teddy, dann darf es nur der Kleine sein. Der Große ist also zu ihrem Reiseteddy mutiert und der Kleine ihr Haus- und Schlafteddy.

Ist das bei Euren Kindern auch so?

Ich finde das schon irgendwie spannend. Klar haben wir sicher dazu beigetragen, in dem wir Unterwegs eben nur ihren großen Teddy bei hatten, aber sie hat es auch ohne Probleme angenommen. Für sie gibt es da ganz klar eine Trennung. Also kann man nicht unbedingt davon reden das sie „ein“ Lieblingskuscheltier hat.

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Süßer Grießbrei mit Würstchen

Habt ihr schon mal süßen Grießbrei mit Würstchen gegessen? Ich auch nicht, unsere Tochter schon.

Letzte Woche war sie wegen ihrer Bronchitis zu Hause. Meine Frau hatte die Kleine betreut und zum Freitag eine Kartoffelsuppe gemacht. Leider mochte Xenia die Suppe nicht … sehr wohl aber die Würstchen die wir immer dazu essen.

Da noch genug von der Suppe übrig war, hatten wir uns so überlegt, dass wir Eltern die Reste am Samstag essen könnten. Für Xenia gab es eine Portion Grießbrei.

Tja, und wie wir es eben gewohnt sind, gab es auch diesmal zur Kartoffelsuppe Würstchen … und die hat uns Xenia nicht gegönnt. Als sie die Würstchen gesehen hatte, war ihr der Grieß erst mal egal. Sie wollte unbedingt Würstchen essen.

Also gaben wir ihr ein Würstchen. Und dann aß Xenia genüsslich abwechselnd mal vom Grieß und mal vom Würstchen. Das stellte ich mir irgendwie nicht sehr lecker vor, aber ihr scheint es geschmeckt zu haben. Nun ja, ich kenne auch jemanden der sich Nutella auf Leberkäse schmiert.

Und wenn ich schon vom Essen rede, kann ich auch mal einen Statusbericht bezüglich Xenia und Essen abliefern.

Die letzten Einträge handeln ja noch von der Breinahrung … klar das wir da nicht mehr sind. Und das ist auch gut so.

Es gab in der ersten Zeit, in der wir mit fester Nahrung angefangen hatten, leider ein paar Rückschläge. Angefangen hatte es damit, das Xenia selbst den zuvor noch gut gegessenen stückigen Brei nicht mehr wollte. Warum wissen wir nicht. Auch so was wie Brot verweigerte sie plötzlich, obwohl sie es zuvor gut gegessen hatte.

Das war schon blöd, wegen dieses Rückschlages wieder mehr Breigläschen für Kinder ab 4 Monate kaufen zu müssen. Außerdem führte diese Abneigung auch dazu, das Xenia eine ganze Weile im KiGa nichts zum Mittag gegessen hat. Aber was soll man machen. Mehr als ihr es immer wieder anbieten kann man ja eh nicht.

Als sie dann irgendwann wieder anfing auch stückiges Essen zu sich zu nehmen waren wir natürlich richtig froh. Wir konnten tatsächlich von Woche zu Woche die Anzahl an Breigläschen verringern … bis wir diese nur noch „als Notfallration“ einkauften.

Allerdings trat dann recht schnell ein neues Problem auf. Xenia beschränkte sich auf sehr wenige Lebensmittel. Mir ist bewusst dass dies für Kinder durchaus normal ist, aber es schränkte halt bei der Auswahl ein, was man am Wochenende zu essen machen konnte. Was ich ein wenig schade fand ist, das Xenia viele Dinge nicht gegessen hatte, weil sie ihr nicht schmeckten, sondern weil ihr die Optik scheinbar nicht zusagte, denn sie hat vieles einfach nicht probieren wollen.

Das war schwierig. Manchmal haben wir Essen gekocht mit der Überlegung, das auch Xenia das bestimmt essen würde, und dann hat sie weinend und brüllend auf ihrem Stuhl gesessen weil sie sich auf was zu Essen freute, ihr das Angebotene aber nicht zusagte. Oftmals konnte man sie nur überzeugen, in dem man über irgendwelche Tricks (Nuckel in das Essen getunkt o.ä.) ihr den Geschmack präsentierte. Wenn sie dann wusste, dass es doch nicht so übel war, hatte sie auch ganz bereitwillig gegessen. Aber selbst wenn sie das Essen kannte, gab es am Anfang oftmals erst mal Terror.

Was auch sehr anstrengend war, war die Phase in der sie das Essen absichtlich auf den Boden geschmissen hatte. Da flog so einiges an Brot, Käse, Wurst und Trinkbecher durch die Gegend. Und das „Ermahnen“ brachte genau nichts. Im Gegenteil, genau das animierte sie erst recht weiter zu machen. Irgendwann haben wir dann mal im Internet recherchiert. Relativ eindeutige Empfehlung wie man mit dieser „Phase“ umgeht: Ignorieren. Also einfach nicht darauf reagieren. Man sieht im Augenwinkel das sie was runterschmeißt? Nicht hinschauen. Einfach weiter essen und am Ende der Mahlzeit alles ohne Kommentar aufsammeln. Witzig war, dass sie die runter geworfenen Essensreste oftmals selber aufsammelte und in sich rein stopfte. Wir fragten uns dann immer, warum sie das nicht gleich am Tisch gegessen hatte?

Egal, die Empfehlung hat tatsächlich geholfen. Dauerte nicht lange und sie hatte das Interesse daran verloren.

Heute kann ich sagen, dass wir diese „Phasen“ überstanden haben und Xenia mittlerweile eine gute und relative saubere Esserin geworden ist. Klar schmiert sie sich auch schon mal Joghurt in ihre Haare, weil was davon an der Hand klebte, oder Mund und Nase kleben durch die Marmelade, aber insgesamt isst sie sehr ordentlich.

Ganz großer Fan ist sie von allen Milchprodukten. Milch in ihrem Trinkbecher süffelt sie fast in einem Atemzug aus. Käse schlingt sie regelrecht runter und bei der Frage ob sie ein Joghurt oder Quark will, fangen die Augen an zu leuchten.

Was wir auch recht frühzeitig angefangen haben ist ihr das Essen mit einem Löffel beizubringen. Es ist erstaunlich, seit dem sie den Dreh raus hat, will sie nur noch alleine mit dem Löffel essen … es gibt immer ganz großes Gemeckere wenn einer von uns ihr da mal helfen will. Das geht gar nicht!

Bezüglich naschen ist Xenia meistens sehr genügsam. Sie bekommt Süßkram auf Zuteilung und meistens ist es so, dass sie nicht großartig bettelt wenn die Ration alle ist.

Es ist sehr schön für die Kleine da keine Extrawurst mehr machen zu müssen. Klar gibt es bestimmte Dinge die wir nur für sie kaufen, weil sie diese gerne isst, aber ansonsten ist alles einfacher geworden. Und ich, der auch gerne isst, finde es immer wieder spannend Xenia mal neue Dinge probieren zu lassen.

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Das erste Mal

31. März 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Na, wann war Euer erstes Mal? Und wie war es?

Also Xenias erstes Mal war am Sonntag und für uns Eltern wunderschön :D .

Wer hier jetzt an “DAS” erste Mal gedacht hat, ist ein Schwein :evil: . Es geht natürlich um was ganz anderes. Der Mensch macht und erlebt sehr vieles zum ersten Mal in seinem Leben!

So, wie bekomme ich jetzt die Überleitung zum eigentlichen Thema? Misst…

Ich schreibe einfach mal drauf los.

Quirlig … das ist die prägnanteste Bezeichnung für des Gemüht unserer Tochter. Das fängt schon mit dem ersten geöffneten Auge an und hört abends leider nicht auf. Seit dem sie laufen kann, ist sie immer unterwegs, schleppt Spielzeug und andere Gegenstände vom Kinder- in das Wohnzimmer (und umgekehrt), schmeißt sich auf den Boden, steht wieder auf, macht so was wie Kopfstand und versucht mich ständig dazu zu bewegen mit ihr zu toben. Am liebsten lässt sie sich durch die Wohnung jagen (oder jagt selber) und macht aus allem ein Spiel. Kurzum: ruhige Phasen kennt sie nicht … kuscheln heißt 2 Sekunden in den Arm nehmen, das muss dann aber auch reichen.

Xenia ist das beste Abnehmprogramm :D

Eigentlich schön wenn ein Kind so viel Spaß an seiner Welt hat, oder?

Leider wirkt sich das auch auf das Ein-/Schlafen aus.

Wir waren Samstagvormittag mal wieder in einem Shopping-Center. Der Kleinen hat das gefallen, denn sie durfte da ja ihrem Bewegungsdrang frönen. Allerdings meinte sie auch immer da lang laufen zu wollen, wo wir Eltern gerade nicht hin wollten :lol: .

Auf dem kurzen (10min) Heimweg ist sie dann im Auto eingeschlafen … so ein Misst! Warum? Nun, mal ganz davon abgesehen das wir da noch kein Mittagessen zu uns genommen hatten, ist es leider so, das wir es bis dahin nicht ein einziges Mal geschafft haben sie schlafend aus dem Auto in ihr Bett zu befördern. Meistens wird sie wach, wenn man den Motor abstellt … und dann ist sie aber auch wach! Zum Schlafen bewegen kann man sie dann nicht mehr.

So natürlich auch am Samstag.

Noch in der Tiefgarage machte sie die Augen auf und war munter. Powerschlaf nennt man so was wohl. Als nach dem Essen dann der Mittagsschlaf anstand war es schlicht unmöglich sie zum Schlafen zu bewegen. Über eine Stunde hat sie im Bett rumgespielt, bevor sie dann irgendwann eingeschlafen ist. Das brachte natürlich den ganzen Tagesablauf durcheinander … aber als Eltern muss man ja ohnehin flexibel sein … was soll’s.

Und dann kam der Sonntag.

Wir waren zum Brunchen eingeladen. Ein guter Freund hatte Geburtstag. Und auch hier war es wieder so, dass sie im Auto beim Heimweg eingeschlafen ist. Aber, oh wunder, sie hat beim Aussteigen aus dem Auto zwar mal kurz ein Auge riskiert, aber ansonsten lieber in meinem Arm weiter geschnarcht. Und auch oben in unserer Wohnung konnten wir ihr ohne Probleme die Schuhe und das Halstuch ausziehen. Ja, wir konnten sie sogar schlafend ins Bett legen … und sie hat noch knapp 2 Stunden geschlafen :o ! Das war eine Premiere! Haben wir es tatsächlich mal geschafft sie so kaputt zu spielen?

Mal schauen ob uns das noch mal gelingt :).

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Fingerfertig

16. März 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Vor kurzem habe ich ja im Artikel Selbständigkeit und Förderung von meinem Unverständnis bzgl. Eltern,  die ihre Kinder so recht gar nichts alleine machen lassen, berichtet. Unter anderem hatte ich davon geschrieben, wie das so ist, wenn wir unserer Kleinen mal den Löffel und ein Quark in die Hände drücken.

Und nun stehen wir vor einem kleinen Problem.

Xenia will nicht mehr gefüttert werden und verweigert dann sogar das Essen. Sie will alleine essen, und wenn noch Besteck da liegt, dann natürlich am liebesten damit.

Im Grunde ja genau das, was wir auch wollen.

Nur ist das aber mittags ein Problem. Sie soll natürlich schon mit Besteck (Löffel) essen, jedoch beherrscht sie das noch nicht. Wir zeigen ihr es zwar immer und immer wieder, aber irgendwann hat sie vom gezeigt bekommen auch die Nase voll und will alleine essen. Und was passiert dann? Da sie den Löffel dreht fällt alles runter und in ihrem Mund landet gar nix. Und wenn sie das dann 3-mal gemacht hat, spielt sie nur noch mit dem Löffel im Essen.

Was macht man da? Sie kann es noch nicht, will sich das auch nicht mehr zeigen lassen, meckert rum wenn sie gefüttert werden soll und verweigert dann sogar das Essen.

Letztendlich lassen wir sie, wenn das Essen entsprechend abgekühlt ist, mit den Fingern essen … Gemüse, Kartoffeln, Fleisch … egal was.

Gefällt uns, ehrlich gesagt, nicht so. Sie soll zwar schon mit den Fingern essen dürfen (es gibt ja genug Fingerfood … und selbst wenn es die Stullen am Abend sind), aber das Mittagessen eben nicht. Ist aber derzeit die einzige Möglichkeit, dass sie was isst und auch Spaß daran hat.

Apropos Essen.

Wenn ein Fremder beobachten würde, was bei uns so abgeht, wenn das Wort “Essen” fällt, der könnte denken, wir lassen unsere Kleine des Öfteren mal Hungern.

Das läuft dann in etwa so ab: Wir überlegen laut “Wollen wir Abendbrot machen?”. Xenia lässt daraufhin ihr Spielzeug fallen, freut sich riesig und läuft sofort Richtung Küche los. In der Küche geht sie dann gezielt zum Kühlschrank und zeigt drauf. Sie weiß also schon, wo das meiste Essen her kommt :D .

Und wehe sie bekommt dann in den nächsten Sekunden keine Scheibe Käse oder ähnliches! Dann gehen das Gejammer und Geschreie los. Alle Erklärungsversuche, das wir ja erst mal den Tisch denken müssen, prallen ab wie ein Ball an der Wand. Interessiert sie nicht.

Setzen wir sie dann schon in ihr Stuhl, geht das Geschreie weiter. Da helfen gar keine Erklärungen.

Sitzen wir dann endlich alle am Tisch geht es weiter. Sie hört zwar erst mal auf zu schreien, zeigt aber lautstark auf das Objekt ihrer Begierde … das kann eine Packung mit Käse oder Wurst sein, oder aber ein Stulle. Und nimmt sich dann einer von uns einer dieser Stullen um sie für Xenia fertig zu machen, meckert sie rum, wenn es ihr zu lange dauert … also quasi immer.

Gestern abend wieder: sie bekommt dann endlich ein kleines (Kinder-)handgroßes Stück Brot, schiebt es sich mit einem Mal in den Mund und zeigt noch vor dem Kauen bereits auf das nächste Stück um uns zu sagen “Haben will!!”. Verfressen ist sie geworden :lol:

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Selbständigkeit und Förderung

7. März 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Eines meiner mittlerweile Lieblingsblogs ist der Kinderdok. Was er so aus seinem Alltag berichtet ist schon manchmal sehr kurios. Ganz selten aber erkennt man sich als Eltern auch wieder … sind wir wirklich so schlimm wenn es um die Gesundheit unserer Kinder geht?

Letztens gab es einen Artikel über eine Mutter die mit ihrem Kind zur U7a war. Der Kinderdok befragte bzgl. Entwicklung des Kindes (Motorik, Feinmotorik, Sprache) die Mutter und bekam dann nur so Antworten a la “… den rest mach ich dann, geht einfach schneller.” oder “… das motorische ist nicht so sein ding …” oder “…geht einfach schneller.” oder auch “das haben wir jetzt noch nicht gemacht. aber ich glaube schon …”.

Der Mutter schien es gar nicht wichtig, ob ihr Kind sich weiter entwickelt und was es kann oder können sollte.

Kann ich nicht nachvollziehen.

Ist man als Elternteil nicht erst recht daran interessiert, dass das Kind so selbständig wie möglich wird?

Also, ich habe persönlich keine Lust immer vor einem Teller mit kaltem Essen zu sitzen, nur weil ich erst mal das Kind füttern musste. Ich habe auch keine Lust ewig ins Schwitzen zu kommen weil ich die Kleine erst mal anziehen muss, damit wir in den Kindergarten können. Und worauf ich wirklich nicht ewig Lust habe ist, Xenia die 5 Etagen ohne Fahrstuhl hoch zu tragen.

Aber mal unabhängig von der Lust und Unlust … es gibt ja noch 2 andere Aspekte, warum man seinem Kind die Selbständigkeit beibringen sollte.

Der Erste ist der Spaß am experimentieren. Was passiert wohl, wenn ich der Kleinen einen Löffel in die Hand drücke, den Quark vor ihr hinstelle und ihr kurz zeige, wie man mit beidem umgeht? Richtig, Quark auf der Nase, Quark in den Haaren, Quark auf den Klamotten und Quark auf dem Tisch … Lustig :D :D !! Ich probiere gerne mit ihr Sachen aus um zu sehen, wie sie reagiert :D .

Der andere Aspekt ist die Freude zu sehen, wenn sich die Kleine selber freut, wenn sie was neues geschafft hat oder ganz erstaunt tut was da so passiert, wenn sie eine bestimmte Aktion macht.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass wir die super-duper Eltern sind, die alles richtig machen. Auch wir setzen Xenia mal aus Zeitgründen in den Kinderwagen an Stelle sie selber laufen zu lassen … morgens geht das eben nicht immer. Irgendwann muss man auch auf Arbeit sein und nur des Laufen willens im Dunkeln los zu gehen ist nicht einzusehen. Auch beim Essen: Klar kommt es schon mal vor, das wir Xenia nicht ihren Löffel zum selber essen geben, obwohl sie das gerade will … einfach weil man mal keine Zeit hat die Kleine nach dem Essen nochmals umzuziehen und zu duschen.

Dafür kann sie aber eben Nachmittags alleine nach Hause laufen und abends oder am Wochenende alleine mit dem Löffel essen … da wartet dann kein Arbeitgeber darauf das man endlich mal auftaucht.

Solche Mütter wie in dem Kinderdok Thread könnte ich zum Mond schießen … in diesem Sinne: werde die Kleine jetzt mal die Waschmaschine einräumen lassen … ihr macht es Spaß, sie ist beschäftigt und ich brauche ihr dann nur noch beizubringen wo der Einschalter ist und wo das Waschmittel steht :D :lol: .

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I like to move it – II

28. Februar 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Wie das meistens so ist: Tagelang wartet, beobachtet und hofft man auf ein Ereignis, aber es tritt erst in einem unbedeutenden Moment ein.

Wir hatten ja irgendwie gehofft, das wir mit dem ersten Geburtstag von Xenia überall angeben können das sie schon freihändig läuft. Die Grundvorraussetzung hatte sie sich ja schon erarbeitet. Aber irgendwie wollte sie das nicht. Schade :( (hier zeigte sich mal wieder die Ungeduld des Papas der Eltern). Nun gut, wenn nicht zum Geburtstag, dann doch wenigstens zum Weihnachtsfest!

Aber auch da machte Xenia uns einen Strich durch die Rechnung.

Egal … wenn sie so weit ist, ist sie soweit, dachte ich mir dann irgendwann.

Der Jahreswechsel stand vor der Tür. Wir haben lange überlegt wie wir feiern wollen. Letztendlich haben wir uns entschieden mit meinen Eltern den Abend zu verbringen. Sie waren schon am Nachmittag zu uns gekommen, um noch ein wenig mit Xenia spielen zu können. Ich kann mich noch genau erinnern: ich saß gerade auf dem Fußboden im Wohnzimmer … unweit vom Couchtisch. Meine Frau kam rein und wollte, dass ich mal kurz mitkomme.

Und gerade in diesem Augenblick, in dem ich aufstehen wollte, machte Xenia vom Tisch 2-3 kleine Schritte freihändig in meine Richtung.

Boa, war das cool. Alle haben es gesehen und alle haben wir uns gefreut. Die ersten Schritte zum selbständigen Laufen waren gemacht!

Von diesem Tage an provozierten wir dieses Verhalten so oft es ging. Und auch hier zeigte sich ihr starker Wille … denn sie probierte es immer und immer wieder. Und mit jedem Mal wurde sie besser und konnte ein kleines Stückchen weiter als noch zuvor. Und nicht nur das Laufen hatte sie geübt … auch das freie Aufstehen ohne Hilfsmittel … denn auf den Po ist sie ja häufig gefallen.

Und was macht der Papa in solcher Situation? Genau … wieder hetzen … aber diesmal durch die gesamte Wohnung :wink: ! Man, wie sah das drollig aus wie sie da von einem Zimmer in das nächste stapfte.

Auch im KiGA war im neuen Jahr das Staunen groß, als Xenia nicht mehr in den Raum krabbelte, sondern lief.

Sie hat innerhalb sehr kurzer Zeit so an sich gearbeitet, dasa sie heute schon recht sicher durch die Wohnung “rennt”. Meine kleine Rennmaus eben :kiss: . Ja, ihr macht das Laufen so einen Spaß, das sie quasi den ganzen lieben langen Tag nur auf Achse ist. Von links nach rechts und wieder zurück … um den Tisch (ohne festhalten natürlich) … ins Kinderzimmer … in die Küche … wieder zurück und und und. Wahnsinn :woot: !!

Dieser Bewegungsdrang und ihre Neugierde haben aber auch einen Nachteil. Sie schafft es nicht mal 5 Minuten am Stück sich mit einem Spielzeug zu beschäftigen. Sie ist immer unterwegs … rennt mit ihrem Teddy durch die Gegend … und wenn Eltern mal auf die Toilette müssen, dann will sie da auch mit hin.

Wenn man sie morgens im Kindergarten abgibt, ist es oftmals so, das sie einfach in den Raum rein läuft und ihr egal ist, was mit Mama oder Papa passiert. Holt man sie dann ab, lässt sie sich kaum für Draußen anziehen … da sie auch im KiGa-Flur (ggf. auf Strümpfen) rum läuft und lieber überall alles erkundet und sich einen Spaß daraus macht, als sich die doofe Hose und Jacke anziehen zu lassen :lol: .

Es ist zu schön und zu anstrengend, das so mitzuerleben.

Nun aber noch zu dem Thema “Frühdienst” aus dem ersten Artikel (war ja immerhin die Einleitung):

Als wir merkten, das Xenia beim Laufen immer besser wurde, lag es nahe sie mal einzupacken und mit ihr raus zu gehen. Wir dachten, der übliche Weg zum KiGa wäre genau der richtige für den Anfang … gewohnte Strecke, nicht sehr weit, nur eine Nebenstraße zu überqueren … ideal eben.
Sie sollte natürlich nicht von jetzt auf gleich die gesamte Strecke laufen … aber ein paar kleine Meter wollten wir ihr schon rauslocken.

Leider bewegte sie sich meistens keinen Millimeter. Sie schaute sich um … war verblüfft … und wollte dann auch gleich wieder in den Arm genommen werden. War ok, man kann und sollte da keine Kind zu irgendwas zwingen … das geht dann eher in die Hose. Aber wir haben es einfach öfter mal probiert. Mehr als anbieten kann man es ja nicht.

Heute war ich so richtig stolz auf sie!! Sie ist mit mir den gesamten Weg vom Kindergarten bis nach Hause gelaufen :woot: . Mal an der Hand, mal wollte sie alleine. Sogar Treppen rauf und runter wollte sie … natürlich nur mit Hilfe … aber sie wollte es eben von ganz alleine. Sie stellt sich bei so was an die Treppe, zeigt in die Richtung in die sie will, macht ein bestimmtes aufforderndes Geräusch dabei und wartet sehnsüchtig, dass man ihre beiden Hände nimmt und sie los klettern kann. Was so schön war ist, das ich ja bereits die ganze Woche mit ihr gelaufen bin … aber nicht die gesamte Strecke. Anfänglich wollte sie nach wenigen Schritten in den Kinderwagen. Aber auch hier zeigte sich ihr Willen … denn jeden Tag wollte sie plötzlich von sich aus und auch immer ein paar Meter mehr als am Tage zuvor. Bis sie eben heute den gesamten Weg gelaufen ist.

Hach ist das toll!!

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