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Artikel Tagged ‘Sprache’

Kindermund (1)

8. Januar 2010 Schmidtie Keine Kommentare

Wow, nach 2 1/2 Monaten mal wieder ein Artikel?

Ja, denn ich habe unseren Blog noch nicht aufgegeben. Warum er nicht mehr befüllt wurde, hatte ich schon geschrieben. Und wenn ich mir meine Neujahrsvorhaben so anschaue, dann wird sich eventuell auch nicht viel ändern. Eventuell bekomme ich es aber hin mal ab und zu wenigstens einen kurzen Artikel online zu stellen. Die vergangenen Monate werde ich aber vermutlich nicht aufarbeiten (obwohl Xenias 2. Geburtstag und ihr erstes richtiges Weihnachten war).

Die sprachliche Entwicklung unserer Kleinen geht immer schneller und besser voran. Ganze Sätze (auch wenn der Satzbau natürlich noch stark ausbaufähig ist) werden von ihr immer mehr versucht. So ist es klar, das sich ab jetzt auch sicher öfter lustige Begebenheiten entwickeln werden.

So auch diese Woche nach einem Einkauf. Wir stehen an unserem Auto und wollen es beladen … Xenia sitzt noch im Einkaufswagen und beobachten das Geschehen drum herum:

Xenia (X): Oh, da ein Hatze!
Wir (W): Was hast Du gesehen?

X: Hatze.
W: Ein Hase?

X: Nein, Hatze.
W: Ach so, eine Katze!

X: NEIN … EIN HUND!

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Fremdsprache

2. September 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Jeder weiß: Kinder lernen und begreifen am schnellsten … die meisten zumindest. Der kleine Kopf bzw. das kleine Gehirn sind ja auch darauf ausgelegt. Immerhin lernen sie erst die Welt so richtig kennen. Alles das, was wir als (V)Erwachsene für alltäglich halten und schon gar nicht mehr beachten, ist für ein Kind etwas zum beobachten, staunen und lernen.

Gerade diese Aufnahmefähigkeit führt auch dazu, dass einige davon überzeugt sind mit kleinen Kindern bereits Fremdsprachen zu lernen.

Es gibt zweisprachige Familien, bei denen das Kind später beide Sprachen fließend sprechen, lesen und schreiben kann. Das ist etwas, was in der heutigen Welt durchaus wichtig ist. Ob man aber nun über spezielle Kurse auch anderen Kindern, die eben einsprachige Eltern haben, anbieten muss, weiß ich nicht. Die Sinnhaftigkeit mag ich nicht zu beurteilen.

Letztendlich muss es aber ohnehin dem Kind Spaß machen. Zu einem Kurs quälen nur um des Lernen willens, ist nicht sinnvoll.

Wir haben uns bisher keine konkreten Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, dass mein Neffe damals einen solchen Kurs besucht hat. Geschadet hat es ihm nicht … ob er aber nun deshalb Vorteile in der Schule haben wird, wird sich erst noch zeigen.

Bezüglich Fremdsprachen bei Erwachsenen sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer so normal vor sich hin lebt und kein weiteres Gedächtnistraining absolviert, hat Schwierigkeiten neue Sprachen zu lernen … und das wird mit zunehmendem Alter immer schlimmer. Es gibt nur wenige Exemplare der Gattung Mensch, die zeigen, dass es auch im Alter Theoretisch möglich wäre.

Aber es gibt eine Fremdsprache, die auch Erwachsene lernen … und das sogar nebenbei und meistens ohne, dass es ihnen bewusst wird. Es betrifft vorrangig junge Eltern: Die Kleinkindsprache.

Irgendwann versucht das eigene Kind die Wörter, die es so tagtäglich hört, auszusprechen. Und meistens klappt das nicht so gut und das Wort klingt, wenn überhaupt, nur so ähnlich wie das, was gemeint war. Dennoch braucht das Kind nur 2-3-mal diesen Versuch wiederholen und schon haben die Eltern gelernt, was das Kind eigentlich will.

Und so passiert es oft im Alltag, dass das Kind den Eltern 2-3 Wörter an den Kopf schmeißt und sie sofort wissen was gemeint ist … selbst, wenn einige Kleinkindwörter untereinander ziemlich ähnlich klingen.

Wir merken das am eigenen Leib immer dann, wenn die Großeltern da sind, Xenia was erzählt und die Großeltern das Wort, weil falsch verstanden, falsch kommentieren und man als Eltern sofort die Großeltern korrigiert. Schließlich weiß man ja was das Kind wirklich sagen wollte.

Man muss als Eltern aufpassen nicht in diese Sprache zu tief reinzurutschen und das Kind dann mit diesen falschen Wörtern zu bestätigen. Hier ist eine Korrektur gefragt. Natürlich nicht auf die plumpe Art und Weise a la „Nein, das heißt soundso!“, sondern eher auf die bestätigende freundliche Art a la „Richtig! ein soundso!“. Das Kind fühlt sich bestätigt dass es etwas richtig erkannt hat und bekommt nebenbei auch gleich das Wort in der richtigen Aussprache beigebracht.

Bezüglich Xenia habe ich mal spaßeshalber eine weitere Blogseite eingerichtet, in der ich ihre Wörter und ihre Sprache aufliste. Wann immer was Neues hinzukommt, werde ich diese Liste ergänzen.

Diese Liste ist aber kein Anhaltspunkt dafür, was sie schon alles kann. Wörter die sie richtig ausspricht brauche ich nicht extra aufführen.

Habt ihr bei Euren Kindern oder Nichten und Neffen in der Sprachlernphase Wörter entdeckt, die ganz besonders lustig sind? Schreibt doch mal dazu einen Kommentar. Ich kann das dann ja mal, bei entsprechender Resonanz, als eigenständigen Artikel zusammenfassen.

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Nein

13. Juli 2009 Schmidtie Keine Kommentare

Die sprachliche Entwicklung, insbesondere das Verständnis der Bedeutung der einzelnen Worte, ist ein sehr spannendes Thema bei Kindern. Es macht viel Spaß zu beobachten wie aus einem einfach nachplappern ein konkretes und gezieltes Benutzen der Wörter wird.

Unsere Kleine kannte die Worte „Ja“ und „Nein“ schon sehr früh … vor allem „Nein“. Sie zeigte uns das immer damit das, sollte sie was gemacht haben was sie eigentlich nicht sollte, uns ganz frech angrinste und laut rief „Nein, nein, nein, nein“ und fröhlich weiter spielte.

Wir haben uns frühzeitig angewöhnt sie in Entscheidungsprozesse, die ihre noch kleine Welt betrafen, einzubeziehen um ihr zu zeigen, dass sie nicht alles von uns vorbestimmt bekommt: „Möchtest Du noch einen Joghurt“ oder „Möchtest Du dieses oder das andere Buch als Gute-Nacht-Geschichte gelesen bekommen“ etc.

Am Anfang war, insbesondere wenn es zwischen 2 Dingen zu wählen gab, natürlich keine bedachte Absicht dahinter … sie hat halt auf eines der Beiden mit dem Finger rauf getippt und das war’s. Und bei allen anderen Dingen kam immer ein „Ja“ aus ihrem Mund.

Mit der Zeit aber merkte man, dass sie sehr wohl zu unterscheiden wusste. Bei allem was sie kannte und auch wollte oder bei allem, mit dem sie noch nichts anzufangen wusste, brachte sie ein beherztes „Ja“ raus … bei allem anderen schüttelte sie den Kopf.

Was jetzt noch fehlte war, das sie das Wort „Nein“ an Stelle des Kopfschüttelns aussprach. Also trainierten wir das :D .

Mittlerweile unterscheidet sie viel differenzierter zwischen Dingen die sie mag und nicht mag und sagt konkret „Ja“ und „Nein“.

Heute morgen hat sie auch ganz genau gewußt was sie will und was nicht:

Xenia, kommst Du Zähne putzen!
Nein!

Xenia, bitte komme Zähne putzen, das ist wichtig!
Nein!

Xenia, bringst Du bitte Deinen Teddy und Deinen Nuckel ins Schlafzimmer und legst sie in Dein Bettchen?
Nein!

Bitte, Xenia … wir wollen doch los zum Kindergarten.
Nein!

Xenia, läufst Du zum Kindergarten?
Nein!

Xenia, wir müssen doch noch Deine Hausschuhe anziehen bevor Du in den Raum kannst.
Nein!

Gibst Du mir noch ein Tschüß-Küsschen?
Nein!

Bitte, sag mir doch noch Tschüß, ich muss zur Arbeit.
Nein!

Super heute morgen. Xenia hat wohl beschloßen sich einen „Nein-Sage-Tag“ zu gönnen. Mal sehen wie es im Kindergarten ist. Obwohl sie scheinbar im KiGa ein ganz anderer Mensch zu sein scheint … jedenfalls bekommen wir im Verhaltensmuster berichtet die wir so daheim noch nicht erlebt haben.

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