Jeder weiß: Kinder lernen und begreifen am schnellsten … die meisten zumindest. Der kleine Kopf bzw. das kleine Gehirn sind ja auch darauf ausgelegt. Immerhin lernen sie erst die Welt so richtig kennen. Alles das, was wir als (V)Erwachsene für alltäglich halten und schon gar nicht mehr beachten, ist für ein Kind etwas zum beobachten, staunen und lernen.
Gerade diese Aufnahmefähigkeit führt auch dazu, dass einige davon überzeugt sind mit kleinen Kindern bereits Fremdsprachen zu lernen.
Es gibt zweisprachige Familien, bei denen das Kind später beide Sprachen fließend sprechen, lesen und schreiben kann. Das ist etwas, was in der heutigen Welt durchaus wichtig ist. Ob man aber nun über spezielle Kurse auch anderen Kindern, die eben einsprachige Eltern haben, anbieten muss, weiß ich nicht. Die Sinnhaftigkeit mag ich nicht zu beurteilen.
Letztendlich muss es aber ohnehin dem Kind Spaß machen. Zu einem Kurs quälen nur um des Lernen willens, ist nicht sinnvoll.
Wir haben uns bisher keine konkreten Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, dass mein Neffe damals einen solchen Kurs besucht hat. Geschadet hat es ihm nicht … ob er aber nun deshalb Vorteile in der Schule haben wird, wird sich erst noch zeigen.
Bezüglich Fremdsprachen bei Erwachsenen sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer so normal vor sich hin lebt und kein weiteres Gedächtnistraining absolviert, hat Schwierigkeiten neue Sprachen zu lernen … und das wird mit zunehmendem Alter immer schlimmer. Es gibt nur wenige Exemplare der Gattung Mensch, die zeigen, dass es auch im Alter Theoretisch möglich wäre.
Aber es gibt eine Fremdsprache, die auch Erwachsene lernen … und das sogar nebenbei und meistens ohne, dass es ihnen bewusst wird. Es betrifft vorrangig junge Eltern: Die Kleinkindsprache.
Irgendwann versucht das eigene Kind die Wörter, die es so tagtäglich hört, auszusprechen. Und meistens klappt das nicht so gut und das Wort klingt, wenn überhaupt, nur so ähnlich wie das, was gemeint war. Dennoch braucht das Kind nur 2-3-mal diesen Versuch wiederholen und schon haben die Eltern gelernt, was das Kind eigentlich will.
Und so passiert es oft im Alltag, dass das Kind den Eltern 2-3 Wörter an den Kopf schmeißt und sie sofort wissen was gemeint ist … selbst, wenn einige Kleinkindwörter untereinander ziemlich ähnlich klingen.
Wir merken das am eigenen Leib immer dann, wenn die Großeltern da sind, Xenia was erzählt und die Großeltern das Wort, weil falsch verstanden, falsch kommentieren und man als Eltern sofort die Großeltern korrigiert. Schließlich weiß man ja was das Kind wirklich sagen wollte.
Man muss als Eltern aufpassen nicht in diese Sprache zu tief reinzurutschen und das Kind dann mit diesen falschen Wörtern zu bestätigen. Hier ist eine Korrektur gefragt. Natürlich nicht auf die plumpe Art und Weise a la „Nein, das heißt soundso!“, sondern eher auf die bestätigende freundliche Art a la „Richtig! ein soundso!“. Das Kind fühlt sich bestätigt dass es etwas richtig erkannt hat und bekommt nebenbei auch gleich das Wort in der richtigen Aussprache beigebracht.
Bezüglich Xenia habe ich mal spaßeshalber eine weitere Blogseite eingerichtet, in der ich ihre Wörter und ihre Sprache aufliste. Wann immer was Neues hinzukommt, werde ich diese Liste ergänzen.
Diese Liste ist aber kein Anhaltspunkt dafür, was sie schon alles kann. Wörter die sie richtig ausspricht brauche ich nicht extra aufführen.
Habt ihr bei Euren Kindern oder Nichten und Neffen in der Sprachlernphase Wörter entdeckt, die ganz besonders lustig sind? Schreibt doch mal dazu einen Kommentar. Ich kann das dann ja mal, bei entsprechender Resonanz, als eigenständigen Artikel zusammenfassen.
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